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11.03.17 / DTL

Verantwortliche ziehen Positive Bilanz für den National Team Cup

Nicolas Prochaska
Nicolas Prochaska
Eine Woche nach dem National Team Cup in Heilbronn haben die Beteiligten eine positive Bilanz gezogen. «Zunächst einmal freut es uns als Turngau natürlich sehr, dass wir dem Heilbronner Publikum mit dem NTC Turnen der Spitzenklasse präsentieren konnten, insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass unsere Heimmannschaft, das KTT Heilbronn, dieses Jahr erstmals in der 1. Bundesliga startet», sagte der Vizepräsident des Turngau Heilbronn, Nicolas Prochaska. Das Verletzungspech habe zwar verhindert, dass in den Mannschaften einige bekannte Namen gefehlt hätten, so zum Beispiel Olympiamedaillengewinnerin Sophie Scheder bei den Frauen oder Andreas Bretschneider und Olympiaheld Andreas Toba bei den Männern.

«Das wurde allerdings dadurch etwas kompensiert, dass alle drei beim NTC dennoch vor Ort waren», fand der Jurist. Auch seien die Verantwortlichen in Anbetracht der kurzen Organisationszeit mit dem Verlauf der Veranstaltung sehr zufrieden. «Gleiches gilt für die Zuschauerzahl, die insgesamt zufriedenstellend war. Man muss ja hier berücksichtigen, dass in Baden Württemberg Faschingsferien waren», sagte Prochaska.

Jens-Uwe Kunze
Auch DTL-Präsident Jens-Uwe Kunze zeigte sich mit der Akzeptanz des turnerischen Saisonstarts sehr zufrieden. «Der NTC hat sich im Terminkalender fest etabliert und ist der Jahresauftakt für die besten deutschen Turnerinnen und Turner», glaubt der Berliner. Man dürfe aber nicht versäumen, das Format der Veranstaltung stetig weiterzuentwickeln. So sollte nach Kunzes Ansicht das Format als tatsächlichen Team-Wettkampf neu überdacht und bei Bedarf modifiziert werden. «Denn wir müssen in Zukunft noch mehr an die Zuschauer und Fans denken. Sie sind ein sehr zentraler Teil des breiten Fundaments auf dem die Deutsche Turnliga steht und sie sind es auch, die über die Popularität unseres Sports entscheiden. Ihr Applaus und ihre Zuneigung ist eine wichtige Triebfeder für Turner und für viele Menschen, die sich in großartiger Art und Weise in dieser Liga engagieren», erklärt er.

Eine spannende Frage war in Heilbronn auch, wie sich die Änderungen im «Code de Pointage» auf die Übungen und die Wertungen der Kampfrichter auswirkten. Dass sich die Modifikation der Wertungsvorschriften bereits beim NTC in den gezeigten Übungen niederschlagen haben, bestätigte die Verantwortliche für die Kampfrichter bei den Frauen, Kerstin Schilpp. «Das zeigte sich besonders am Balken, wo wir nun hochwertige, risikoreichere Angänge haben. Auch in den Verbindungen aus gymnastischen und akrobatischen Elementen konnten wir das beobachten. Hier ging es vor allem darum, die D-Note über den Verbindungswert zu erhöhen», erklärte sie.

Geklappt habe das freilich noch nicht alles. «Aber das wäre vielleicht auch ein bisschen viel verlangt zum jetzigen Zeitpunkt», glaubt sie. Die Änderungen empfindet sie als weitgehend gelungen. «Sehr schön, dass jetzt wieder mehr Individualität in die Übungen kommt und interessante Kombinationen zu sehen sind», freute sich Schilpp.

Uwe Reichert
Auch ihr Pendant bei den Männern, Uwe Reichert, betrachtet die Änderungen vor allem an Ringen und Reck als weit fortgeschritten. «Umstellung auf den neuen Code ist meiner Meinung nach gut gelungen. Es gab keine größeren Auffälligkeiten», fand der Pfälzer. Eine der gravierendsten Folgen seien wohl die niedrigeren Punktzahlen. «Das liegt aber auch an der Reduzierung von 5 auf 4 Elementgruppen. Dadurch hat jede Übung mindestens 0,5 Punkte weniger im D-Wert», erklärte er. Davon abgesehen seien doch noch einige Stabilitätsfehler zu sehen gewesen. Wie Schilpp sieht auch Reichert die Gründe dafür im frühen Zeitpunkt des Wettkampfs.
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