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05.11.17 / Frauen

Pauline Schäfer und Tabea Alt mit Carl-Schuhmann-Medaille ausgezeichnet

Weltmeisterin Pauline Schäfer von der TG Karlsruhe-Söllingen und die WM-Dritte Tabea Alt vom Meister MTV Stuttgart sind am Samstag beim Turntag des Deutschen Turner-Bunds (DTB) in Bruchsal mit der Carl-Schuhmann-Medaille ausgezeichnet worden. Die beiden Bundesligaturnerinnen erhielten aus den neugestalteten Preis aus den Händen von DTB-Sportdirektor Wolfgang Willam und Bruchsals Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick. Benannt wurde die Medaille nach dem vierfachen Olympiasieger Carl Schuhmann, der 1896 nicht nur mit der Mannschaft an Barren und Reck und den Einzelwettbewerb im Pferdsprung gewann, sondern zudem auch den Sieg im Ringen und einen dritten Platz im Gewichtheben davontrug.

In einer launigen Runde ließen die beiden Turnstars die 318 Delegierten auch ein bisschen hinter die Kulissen blicken. Den Umzug an den Stützpunkt Chemnitz zu Trainerin Gabi Frehse habe sie bisher nicht bereut, erzählte Schäfer. Die sei für sie als zum Perfektionismus neigende Athletin genau die Richtige. «Im Training ist das nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen. Da wird auch mal richtig die Peitsche geschwungen», verriet sie. Nach dem WM-Titel hat die Bundeswehrsoldatin wieder damit begonnen, über ihre Karriere hinaus zu denken. «Ich hole jetzt mein Abitur nach. Aufgrund von sehr viel Ausfall durch sportliche Wettkämpfe hatte ich das auf Eis gelegt. Damit es auch nach dem Sport noch weitergeht», sagte sie.

Dass sie in diesem Jahr in Fachkreisen als eine aussichtsreiche Kandidatin auf den Titel «Sportler des Jahres» gehandelt wird, belastet sie nicht. «Ich freue mich einfach nur auf die Ereignisse, die dieses Jahr noch kommen. Was dann am Ende dabei rauskommt ist dann die Wahl des Publikums oder auch von anderen Leuten, ich bin schon sehr gespannt», sagte sie.

Schäfers Heimtrainerin Frehse war beim Titel in Montreal selbst gar nicht im Olympiastadion. Warum, erklärte sie in Bruchsal den Funktionären: «Ich habe das vorher mit Pauline besprochen. Wir sind ja in Chemnitz derzeit sehr viele Turnerinnen. Auch viele Nachwuchsturnerinnen. Ich fand es einfach nicht verantwortungsvoll, drei Wochen von zuhause weg zu sein und die Jüngeren, auch ihre Schwester Helene, alleine trainieren zu lassen», sagte sie. Sie habe Schäfer deswegen irgendwann gefragt, ob sie einverstanden sei, wenn sie lediglich die unmittelbare Wettkampfvorbereitung in Frankfurt mitmachen und dann wieder nach Hause fahren würde, um ihre Arbeit dort zu machen. «Sie war einverstanden. Und sie war ja auch erfolgreich ohne mich», stellte die erfolgreichste deutsche Turntrainerin der letzten Jahre fest.

Ihrem bronzenen Edelmetall hat auch Tabea Alt bereits ein Alleinstellungsmerkmal abgerungen. «Ich bin die erste Turnerin aus dem schwäbischen Raum, die bei Weltmeisterschaften eine Medaille gewonnen hat», freute sie sich und gab zudem einen kleinen Einblick in ihren Tagesablauf. «5 Uhr 20 klingelt bei mir der Wecker, dann geht es schon los nach Stuttgart. Die erste Trainingseinheit beginnt um 7 Uhr 15 für zwei Stunden, dann ab in die Schule. Je nachdem was auf dem Stundenplan steht, sind das dann mal vier Stunden. Das kann aber auch einmal sechs oder sieben Stunden sein. Danach geht es wieder ab ins Training. Am Abend bin ich dann daheim und bereite meine Klausuren vor. Danach falle ich todmüde ins Bett», erzählte sie.

Die jüngste Turnerin des WM-Teams von Montreal betrachtet den Balken-Erfolg dort aber nur als Zwischenstation. «Es geht natürlich immer weiter. Man hat noch viele Ziele vor sich. Das Fernziel ist natürlich Tokio 2020. Bis dahin haben wir noch viele Highlights vor uns», sagte sie. Ganz oben stehe da auch die WM in Stuttgart 2019. Doch da sei es noch lange hin. «Erst stehen aber einmal Weltcups, EM, WM an. Deswegen trainieren wir immer weiter und haben unsere Zielsetzung, dass es immer bergauf geht», erklärte sie.
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