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25.11.17 / Turnen International

Elisabeth Seitz rockt Stufenbarren-Finale von Cottbus

Elisabeth Seitz vom MTV Stuttgart hat am Samstag beim Turnier der Meister in Cottbus für den ersten Weltcupsieg der deutschen Turner gesorgt. Für die 24-Jährige war es vor 1550 Zuschauern der zweite Sieg am Stufenbarren in der Lausitz Arena nach 2012. Wie schon am Donnerstag blieb Seitz auch am ersten Finaltag mit 14,900 Punkten zwischen den Holmen ohne nennenswerte Fehler und landete so vor den beiden Chinesinnen Lyu Jiaqi (14,866) und Lan Xingyu (14,633).

«Ich muss zugeben, nach der WM war die Luft schon ein bisschen raus. Aber ich weiß auch, dass ich mich auf mich selbst verlassen kann. Ich musste nur alle meine Kräfte noch einmal zusammennehmen und mich für 30 Sekunden auf das Höchste konzentrieren», sagte Seitz. An ihren letzten Sieg vor fünf Jahren kann sich die sechsfache deutsche Mehrkampfmeisterin noch gut erinnern: «Ich weiß noch, dass ich da Fußprobleme hatte und deswegen nur am Barren gestartet bin. Und ich weiß auch noch, dass ich da noch den Def geturnt habe und vor meiner Übung immer ein bisschen Respekt hatte, weil das doch ein sehr waghalsiges Element war. Auch damals hat es hier ziemlich gut geklappt. Aber ich glaube, die Ruhe, die ich jetzt habe, hatte ich damals noch nicht.»

Zuvor hatte Turnlegende Oksana Chusovitina (VfL Kirchheim unter Teck) am Sprung ihren elften Sieg beim Turnier der Meister eingefahren. Die 42 Jahre alte Usbekin ist damit die älteste Medaillengewinnerin in der 42-jährigen Geschichte des ältesten deutschen Traditionsturniers. Die 22 Jahre jüngere Michelle Timm von der TSG Steglitz (13,566) verpasste dagegen bei ihrer ersten Turnierteilnahme als Vierte das Siegerpodest des Sprungfinales nur um wenige Hundertstel.

Der Straubenhardter Marcel Nguyen (14,500) und der «Hero de Janeiro» Andreas Toba (13,733) vom Zweitligisten TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau blieben an den Ringen ohne Siegchance. Dort gewann mit 15,133 Punkten der Ukrainer Igor Radivilov, der in der Bundesliga für den SC Cottbus startet. Die anderen Entscheidungen fielen ohne deutsche Beteiligung.

Ein Kuriosum gab es im Finale am Boden: Dort lagen gleich drei Turner mit 14,133 Punkten an der Spitze. Am Ende gewann der Slowene Rok Klavora. Seine Übung hatte zwar den niedrigsten Schwierigkeitswert, dafür aber die sauberste Ausführung. Am Pauschenpferd ging das Turniergold an den Chinesen Wang Hunwen.
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