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11.11.18 / Männer

Cottbus lässt Straubenhardt zittern

Eigentlich hatte sich Straubenhardts Top-Turner Marcel Nguyen am Samstag im Spitzenduell der KTV gegen den Rekordmeister SC Cottbus auf einen, maximal zwei Einsätze eingestellt. «Es wurden dann doch drei. Und wenn bei Cottbus am Reck noch eine andere Übung gekommen wäre, hätte ich sogar vier gemacht», erzählte der 31-jährige Stuttgarter nach dem Wettkampf. Und so ganz freiwillig war Nguyens großes Engagement eine Woche nach den kräftezehrenden Turn-Weltmeisterschaften allerdings nicht gewesen. Es war vielmehr der Not geschuldet, denn am Samstag lief einiges nicht rund beim Meister und Titelfavoriten aus dem Schwarzwald.

«Wir sind schon gleich am Boden zweimal gestürzt, am Pauschenpferd ging gerade so weiter und auch an den Ringen wurde es nicht gerade besser. Wir haben einfach zu viele Fehler gemacht», bemängelte Cheftrainer Steve Woitalla, der einige Ausfälle in seinem Team verkraften musste. Die Folge: zur Pause ein satter 13:27-Rückstand für die Gastgeber. Doch die Lausitzer um Christopher Jursch hatten gerade da ihre Chance gewittert. «Wir haben unsere Stärken an den ersten drei, vier Geräten. Das haben wir gewusst und die haben wir auch genutzt», verriet der Cottbuser.

Auch Straubenhardts Hoffnungsträger für die Zukunft litten sichtbar unter dem Druck, der auf ihnen lastete. «Unsere beiden Nachwuchsturner Tobias Radoi und Daniel Wörz hatten diese Saison noch fast gar keine Einsätze. Dass die dann vor einem so vollen Haus wie heute nervös sind, ist klar. Aber auch sie müssen eben mal ins kalte Wasser geworfen werden», fand Woitalla.

Auch der Sprung ging zu Null an die Gäste aus Cottbus und das, obwohlh sich Lucas Kochan beim Einspringen eine Knieverletzung zugezogen hatte und für den weiteren Wettkampf ausfiel. Erst am Barren regte sich der Widerstand in der KTV Riege. Nguyen und Wörz holten das erste Gerät für Straubenhart, Radoi und Brian Gladow sicherten am Reck den zweiten Gerätpunkt. Am Ende blieb jedoch eine deutliche 30:46-Heimniederlage gegen den Verfolger aus der Lausitz, der damit nach Punkten mit der KTV gleichzog.

Straubenhardts sportlicher Leiter Dirk Walterspacher war am Ende von der Deutlichkeit der Niederlage überrascht. «Ich hatte damit gerechnet, dass wir vielleicht knapp verlieren könnten. Dass es aber so miserabel läuft, darauf war ich nicht vorbereitet», sagte er. Beim Tabellenvierten TG Saar müssen die Straubenhardter nun am kommenden Wochenende mindestens ein Gerät gewinnen, um ganz sicher im großen Finale um den deutschen Meistertitel mit dabei zu sein. «Wir haben sechs davon zur Auswahl, irgendeines davon werden wir doch wohl hoffentlich gewinnen können», sagte Walterspacher.

Immerhin, Marcel Nguyen hat trotz seines internationalen Einsatzes beim Swiss Cup in Zürich am Sonntag seine Unterstützung zugesagt. «Ringe werde ich machen. Wenn wir das Gerät gewonnen haben, werde ich wahrscheinlich auch direkt abreisen. Ich turne den zusammen mit Elisabeth Seitz. Da muss ich schauen, dass ich da nicht völlig fertig ankomme, sonst ist sie sauer auf mich», sagte er mit einem Augenzwinkern.

Auch in Cottbus hat Jursch schon einmal nachgeschaut, wie die Ausgangslage für das DTL-Finale ist. «Die KTV Obere Lahn ist zwar einen Sieg von uns entfernt, hat aber ein besseres Gerätpunkteverhältnis. Daher müssen wir gegen den Siegerländer KV gewinnen», sagte der 26-Jährige. Zudem habe das Team um WM-Mehrkämpfer Lukas Dauser in Heilbronn den vermeintlich leichterem Gegner. «Aber wir haben schon mehrrfach gegen Siegerland gewonnen und wir können das auch jetzt wieder schaffen», ist Jursch überzeugt.
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3SC Cottbus747:37+1010:4
4TG Saar750:34+168:6
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