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11.04.19 / Turnen International

Pauline Schäfer und Lisa Zimmermann stehen im EM-Finale

Die Chemnitzerin Pauline Schäfer steht nach der Qualifikation bei den Europameisterschaften im polnischen Szczecin am Schwebebalken auf Rang zwei. Die 22-jährige Balkenweltmeisterin von Montreal 2017 erturnte am Donnerstagmittag mit einer nahezu fehlerfreien Übung 13,666 Punkte und kann sich damit berechtigte Hoffnungen auf einen Platz im Balkenfinale am Sonntag machen. «Nach all den Strapazen in der Vorbereitung, mit Verletzungen hier und da, bin ich mit mir heute sehr zufrieden. Aber ich konnte noch nicht alles zeigen. Das werde ich jetzt nochmal trainieren und dann im Finale einbauen», kündigte sie an, das Sicherheitsdenken im Finale aufgeben zu wollen: «Denn da ist ja wieder alles offen und die Karten werden neu gemischt».

Für eine positive Überraschung sorgte Lisa Zimmermann vom Bundesligisten TSV Tittmoning, die sich am Ende auf Rang 17 einen Platz im Mehrkampf-Finale sicherte. Die 16-Jährige kam, von zwei Fehlern am Schwebebalken und Sprung abgesehen, sauber durch den Wettkampf. «Am Balken habe ich bei den Sprungverbindungen ein bisschen gewackelt, das hat mich etwas aus dem Konzept gebracht», erklärte sie. Bundestrainerin Ulla Koch freute sich dafür um so mehr über die Barrenübung. «Das war die beste, die ich bisher von ihr gesehen habe», sagte Koch. Selbst am Balken habe Zimmermann cool reagiert. «Ich kann nur sagen, dass sie einen sehr guten Wettkampf gemacht hat», betonte die Teamchefin. Dabei hatte Zimmermann selbst einen Platz im Finale überhaupt nicht auf dem Radar. «Ich habe, ehrlich gesagt, gar nicht daran gedacht. Ich wollte einfach einen guten Wettkampf turnen. Es ist ja schließlich meine erste EM. Ich wollte einfach mal schauen, wie es da läuft», sagte sie. Der Lohn: 50,765 Punkte, die sicher für einen Platz im Mehrkampffinale reichten. Dort treten am Freitag die besten 24 Turnerinnen an.

Weniger glücklich waren die gleichaltrige Emelie Petz (MTV Stuttgart) und Leah Grießer von der TG Karlsruhe-Söllingen. Petz musste nach Stürzen am Barren (12,833 Punkte) und Balken (11,000) etwaige Finalgedanken schnell ad acta legen. «Ich bin leider etwas enttäuscht von meinem ersten EM-Wettkampf. Ich hatte es mir anders vorgestellt. Aber diese Erfahrung nehme ich jetzt mit», sagte sie. Ein kleines Trostpflaster durfte Petz aber zusätzlich in ihren Rucksack packen. Denn künftig wird es am Barren einen «Petz»-Abgang geben, der wohl als D-Teil registriert wird. «Fühlt sich sehr cool an», freute sich Petz über dieses Detail.

Die Karlsruherin Grießer dagegen hatte einen rabenschwarzen Tag erwischt. «Der Wettkampf lief total beschissen. Ich kann es leider nicht in schönere Worte fassen. Ich hatte eine super Vorbereitung. Ich hätte nie damit gerechnet, dass heute so etwas passiert. Deswegen bin ich so geschockt», rang die 20 Jahre alte Medizinstudentin nach Worten und mit der Fassung. Manchmal gebe es wohl einfach solche Tage, an denen gar nichts zusammenpasse. «In letzter Zeit ist bei mir sehr vieles sehr gut gelaufen. Vielleicht ist so ein Dämpfer auch mal nicht schlecht. Damit man alles noch einmal überdenkt und sich klar wird, was man möchte», sagte sie.

Auch die Bundestrainerin fühlte mit der Karlsruherin mit. «Leah tut mir total leid. Weil sie war super drauf. Cool und locker im Training und hat kaum Fehler gemacht», berichtete Koch, die nun erst einmal das Gespräch mit der Karlsruherin suchen will. «Wir müssen uns vielleicht nochmal darüber unterhalten, dass sie ihre Vorbereitung im Wettkampf etwas anders gestaltet. Dass sie etwas mehr vom Geschehen mitbekommt und nicht ganz so in sich hinein versinkt», überlegte die Bergisch Gladbacherin. Für die Mannschaft sei sie aber trotz dieses Wettkampfes unverzichtbar.

Die detaillierten Ergebnisse finden sich hier.
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MannschaftPktGPZ
1.MTV Stuttgart28:0404,50
2.TG Karlsruhe-Söllingen22:6387,25
3.TSV Tittmoning20:8381,95
4.SSV Ulm14:14373,00
5.TG Mannheim14:14369,80
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