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25.11.08 / Turnen National

Gefährliche Elemente im Turnsport verbieten

Kommentar von NIKLAS SCHENCK
Dan Potra ( KTG Heidelberg )
Den Unfall von KTG-Turner Dan Potra am Samstag einen unglücklichen Einzelfall zu nennen, wäre zynisch. Der rumänische Ex-Europameister stürzte bei einem Salto zum Abrollen, einem Element mittlerer Schwierigkeit, das von den internationalen Wertungsvorschriften mit drei wertvollen Zehntelpunkten honoriert wird. Zuschauer in den Sporthallen lässt es Woche für Woche vor Schreck zusammenzucken.

Die Gefahr, bei dem eineinhalbfachen Salto zu stürzen, ist zwar kaum größer als bei anderen Übungsteilen – allein: Die Konsequenzen bei einem Sturz sind geradezu wahnwitzig. Ein Missgeschick mit Landung auf den Füßen betrifft meist Bänder und Gelenke, ein Sturz bei den Elementen zum Abrollen fast zwangsläufig die Wirbelsäule.

Dass Dan Potra, der diesen Salto schon seit 1996 im Programm hat, nicht weit drastischere körperlichen Schäden davontrug, scheint purer Zufall. Allein in Heidelberg erlebte das Publikum bereits zwei Mal ähnliche Stürze der gegnerischen Topturner, und dem mehrfachen Boden-Weltmeister Marian Dragulescu mussten Ärzte nach einem Fehler bei einem verwandten Element 2007 dazu raten, nie wieder Sport zu treiben.

Dass Kunstturnen bei all der erforderlichen Körperbeherrschung kein gefahrloser Sport ist, liegt auf der Hand. Allerdings sind es kaum eine handvoll Elemente, die mit weit höherer Wahrscheinlichkeit lebenslange Schäden hervorrufen können. Die muss der internationale Turnverband FIG endlich verbieten.
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