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19.01.17 / Frauen

Karlsruhe stellt neuen Cheftrainer Chris Lakeman vor

Die TG Karlsruhe-Söllingen hat am Donnerstag ihren neuen Cheftrainer Chris Lakeman vorgestellt. Der 37-jährige Amerikaner unterschrieb bei den Badenern für vier Jahre zum 31. Dezember 2020. «Ich glaube, die Philosophie hier passt perfekt zu meiner persönlichen Trainingsphilosophie», sagt der US National Champion an den Ringen aus dem Jahr 2000, der zuletzt beim australischen Club Barron Valley Gymnastics unter Vertrag stand. Auf die Trainersuche der KRK aufmerksam geworden war Lakeman aufgrund einer Facebook-Anzeige des deutschen Vizemeisters.

Eine seiner ersten Aufgaben führte den Amerikaner nach Frankfurt zum Deutschen Turner-Bund (DTB). «Ich hatte gleich die Gelegenheit, eine Woche mit unseren Turnerinnen bei der Nationalmannschaft zu trainieren», berichtet er. Auch das gesamte Umfeld im Karlsruher Rudi-Seiter-Turnzentrum hat es dem Coach aus USA sichtlich angetan. «Ich bin zwar erst seit zwei Wochen in Karlsruhe, aber ich kann sagen, die Leute hier sind einfach unglaublich», sagte Lakeman. Er und seine Verlobte seien vom ersten Tag an ein Teil der KRK-Familie gewesen.

Auch über seine neuen Schützlinge Leah Grießer, Pauline Tratz, Maike Enderle, Emma Höfele, Isabelle Stingl und Sidney Hayn ist er voll des Lobes. «Sie sind sehr gut ausgebildet, Tatjana hat da einen sehr guten Job gemacht», findet er. Auch wenn seine ersten Erfahrungen gezeigt hätten, dass es im Trainingssystem sehr große Unterschiede gebe zwischen den USA und Deutschland. Insbesondere die Anzahl der Wiederholungen seien im Land des Weltmeisters und Olympiasiegers deutlich höher. «Das hat natürlich Vor- und Nachteile. In den USA gibt es 60 oder 80 Turnerinnen auf diesem höchsten Level. Wenn da mal jemand sagt, ich bin müde und brauche eine Pause, dann ist das kein Problem. Dann fährt eben jemand anderes zur WM. In Deutschland gibt es davon derzeit nur 19, da muss man das ein wenig anders angehen.»

Doch in Lakemans Trainingseinheiten sind neben Leistung auch Abwechslung und Spaß sehr weit oben angesiedelt. «Ich habe viele Trainer in meiner Laufbahn getroffen, die der Meinung waren, der Turnsport müsse sehr traditionell, russisch, sehr streng und manchmal sogar fies sein. Beinahe wie ein echter Beruf. Ich habe mich all die Jahre immer sehr bemüht, dass das Turnen mit mir auch Spaß macht», sagte er. Denn die Kinder und Jugendlichen müssten - egal ob sie nur einen Handstand lernten oder zu den Olympischen Spielen wollten - Spaß an ihrer Aufgabe haben. «Aber alles muss von Ihnen selbst ausgehen. Sie müssen ihre Ziele definieren und akzeptieren. Es spielt keine Rolle, was ich denke, dass sie tun oder schaffen könnten. Denn ich kann ihnen die Arbeit nicht abnehmen.»

Auch Lakemans Vorgängerin Tatjana Bachmayer bleibt der Kunstturn Region Karlsruhe weiter erhalten. Eigentlich hatte die Söllingerin den Trainerjob zumindest für eine gewisse Zeit an den Nagel hängen wollen, um mehr Zeit für sich und vor allem für die Familie zu haben. Ein Nachwuchs-Projekt, das Bachmayer für den Deutschen Turner-Bund betreute, veranlasste sie dann aber zum Umdenken. «Ich hatte so viel Spaß dabei. Ich habe gemerkt, dass das Turnen noch immer meine Leidenschaft ist», sagte sie. Es sei ihr auch deutlich geworden, was ihr zuletzt eigentlich gefehlt habe: «Je näher es in Richtung Olympische Spiele ging, umso enger wurde der Rahmen. Innovative Dinge, wie ein neues Element ausprobieren oder Choreographie und Tanz, war am Ende gar nicht mehr möglich und blieben auf der Strecke.»

Die Arbeit soll mit Hilfe Lakemans nun wieder auf mehrere Schultern verteilt werden. Während der Amerikaner für die sportlichen Belange der Top-Turnerinnen verantwortlich zeichnet, will die ehemalige Leistungsturnerin ihr Augenmerk wieder deutlich mehr auf den kreativen Part legen. Vor allem aber auf die Weiterentwicklung des gesamten Clubs. «Ich sehe meine Aufgabe nun vorrangig darin, zu schauen, wie wir die KRK noch mehr voranbringen können. Ich habe ganz viele Ideen und bin voll motiviert. Denn ich kann nun wieder gruppenübergreifend arbeiten und auch darauf schauen, wo wir unsere anderen Trainer noch ein bisschen mehr ausbilden können. Damit schon die Kleinen besser werden», sagt sie.
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