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08.10.17 / Turnen International

Schäfer gewinnt WM-Titel am Schwebebalken - Alt Dritte

Pauline Schäfer ist Weltmeisterin
Pauline Schäfer von der TG Karlsruhe-Söllingen hat am Sonntag in Montreal vor 10 000 Zuschauern den Weltmeistertitel am Schwebebalken gewonnen. An ihren 13,533 Punkten biss sich die Konkurrenz im Stade Olympique der kanadischen Metropole die Zähne aus. Vor zwei Jahren war Schäfer bei der WM in Glasgow noch Dritte geworden. Für Schäfer selbst waren es der erste WM-Titel, für den deutschen Turner-Bund (DTB) der erste seit dem WM-Sieg von Fabian Hambüchen 2007 am Reck. Den letzten Frauen-Titel für Deutschland hatte vor 30 Jahren die Berlinerin Dörte Thümmler am Stufenbarren für die DDR gewonnen, am Schwebebalken hatte Maxi Gnauck 1981 das letzte Mal Gold gewonnen.

Nach der Siegerehrung kämpfte Schäfer abwechselnd mit den Tränen und der Suche nach den richtigen Worten. «Ich bin fassungslos und kann es noch gar nicht glauben. Das ist Wahnsinn», sagte sie. Auch Cheftrainerin Ulla Koch ließ ihren Emotionen freien Lauf: «Damit ist ein Traum wahr geworden», jubelte sie.

Die 20-Jährige Schäfer, die in der Bundesliga seit dieser Saison für den deutschen Vize-Meister TG Karlsruhe-Söllingen startet, hatte zuvor alles auf eine Karte gesetzt, um den Schwierigkeitsgrad ihrer Übung (D: 5,5) am Schlusstag der Weltmeisterschaften noch einmal um zwei Zehntelpunkte nach oben zu pushen. Selbst die sonst eher undankbare erste Startposition konnte die gebürtige Saarländerin mit ihrer fehlerfreien Übung nicht aufhalten. Ihre Marke von 13,533 Punkte blieb das gesamte Finale über das Maß der Dinge auf dem Weg zum Siegerpodest, an der keine andere Turnerin mehr vorziehen konnte. Am nächsten kam Schäfer noch die US-Amerikanerin Morgen Hurd (13,400/D: 5,7), die Nach ihrem Mehrkampf-Gold gestern ihrer Medaillenkollektion eine Silberne hinzufügen konnte.

Tabea Alt (13,300/D: 5,7) vom Meister MTV Stuttgart, die in den vergangenen Tagen in Qualifikation und Mehrkampf-Finale zweimal den Tagesbestwert geturnt hatte, kam trotz höherer Schwierigkeit nicht an Schäfers perfekt vorgetragener Übung vorbei. Die 17-Jährige leistete sich sogar einige kleinere Unsicherheiten, durfte sich am Ende aber dennoch auf Platz drei ausgelassen über ihre erste Medaille bei ihren ersten Weltmeisterschaften (13,300/D: 5,7) freuen.

Bei den Männern landete Marcel Nguyen im Finale am Barren mit 14,700 Punkten (D: 6,2) auf Rang sieben. Weltmeister wurde der Chinese Zou Jingyuan (15,900/D: 6.8)
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