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17.11.17 / Männer

Duell der Turn-Giganten – kampfeslustige Saarländer wollen Straubenhardt fordern

Der Meister aus dem Schwarzwald schlidderte, er schlingerte, aber er fiel noch nicht. Die KTV Straubenhardt hat es am letzten Wettkampftag am Samstag bei der TG Saar noch immer selbst in der Hand, ob sie am 2. Dezember ins große DTL-Finale einziehen wird, um die Chance auf die Titelverteidigung und damit auch auf das Meisterschafts-Triple offenzuhalten. «Wir hatten diese Saison das Problem, dass wir einfach zu viele Fehler gemacht haben. Jetzt können wird langsam damit aufhören, sonst wird es peinlich. Wir haben vier WM-Teilnehmer in unsere Reihen. Und die müssen jetzt einfach mal ihre Leistung bringen», forderte Dirk Walterspacher. Denn Straubenhardt sei vom Papier her auch in diesem Wettkampf die stärkere Mannschaft. «Das haben wir in diesem Jahr leider noch nie so abgerufen», bedauerte er.

David Belyavskiy
Der Meister muss allerdings auf den Rumänen Marian Dragulescu verzichten. Der sechsfache Weltmeister steht wegen seiner Sprunggelenksverletzung aus dem Weltcup von Paris für den Rest der Saison nicht mehr zur Verfügung. «Aber wir haben ja noch einen David Belyavskiy. Und der war bei der WM noch vor Oleg Verniaiev», sieht Walterspacher die turnerischen Möglichkeiten nach wie vor auf Seite Straubenhardts. Trotz hoher Fehlerquote scheint der Teamgeist in den Hügeln über Karlsruhe zu stimmen. «Wir sind jedenfalls darauf eingestellt, dass wir bei der TG Saar volle Kanne geben und danach zufrieden heimfahren», prognostizierte Walterspacher einen spannenden Wettkampf auf allerhöchstem Niveau.

Die graue Wettkamptheorie ficht jedoch die TG Saar nicht an. Straubenhardt dürfe sich auf einen angriffslustigen Tabellenführer gefasst machen, machte Thorsten Michels klar. Einen Entspannungswettkampf planten die Saarländer jedenfalls nicht. «Wir wollen unsere weiße Weste behalten bis zum Ende der Tabelle, wir wollen vor eigenem Publikum auch gegen Straubenhardt gewinnen», sagte er. Auf ihre Fans kann sich die TG Saar in jedem Fall verlassen. Die Kreissporthalle im saarländischen Dillingen wird auch gegen den Meister wieder aus allen Nähten platzen. «Wir rechnen mit ausverkauftem Haus», bestätigte Michels.

Oleg Verniaiev
Ein Selbstläufer werde die Partie gegen den fünffachen Meister dennoch nicht. «Denn Straubenhardt wird alles aufbieten, was sie haben, um ins Finale zu kommen. Aber selbst wenn wir an der Tabellenspitze stehen, sind wir in diesem Duell nicht unbedingt der Favorit. Wenn man die geturnten Ausgangswerte vergleicht hat Straubenhardt, über 24 Übungen betrachtet, doch deutlich Oberwasser», analysiert Michels und stapelt daher erstmal tief. Nach seiner Ansicht kann dieses Verhältnis für die TG nur eines bedeuten: Vollgas. «Wir müssen einen optimalen Wettkampftag erwischen, unsere Übungen einhundert Prozent durchziehen, nur dann können wir Straubenhardt unter Druck setzen», forderte er. Dann werde man auch sehen, ob der Meister tatsächlich die Nerven behalte.

Einer Extra-Motivation bedarf es trotz bereits geschafften Finaleinzuges nach Michels Ansicht für keinen seiner Turner. «Jede Mannschaft will gerne gegen Straubenhardt gewinnen. Wenn man sich selbst als Bayern München des Turnens tituliert, dann muss man dort natürlich auch damit klarkommen, dass alle Teams einem gerne schlagen möchten», feixt der Saarländer, der auch die Verhinderung von Straubenhardts Meisterschafts-Triple ebenfalls auf seiner sportlichen To-Do-Liste stehen hat. Den Druck sieht er in jedem Fall bei den Badenern. Doch auch für die TG Saar könne der Wettkampf durchaus noch sehr hilfreich sein. «Wenn wir gewinnen, ist es gut. Wenn wir verlieren wissen wir, was wir bis zum Finale noch zu tun haben», sagte er.
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