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22.02.18 / Männer

Straubenhardt will in der Jubiläumssaison den siebten Stern

So früh wie nie zuvor startet die Deutsche Turnliga am 3. März 2018 in ihre 50. Jubiläumssaison. Was die Fans freut, ist für die Vereine ein große Herausforderung. Für den amtierenden Meister KTV Straubenhardt ist die Zielrichtung jedoch klar: Gewinn des vierten Titels in Folge und damit Augenhöhe mit dem bisherigen Rekordmeister SC Cottbus, der in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum feiert und seit Gründung der DTL sieben Meisterschaften verbuchen konnte. An die großen Duelle der beiden Clubs erinnern sich noch heute viele DTL-Fans.

Doch während Cottbus derzeit im Neuaufbau steckt und voll auf seine eigene Jugend setzt, haben die Schwarzwälder die gefühlte Hälfte des Nationalteams im Aufgebot und im vergangenen Jahr das Meister-Triple vollgemacht. Einzig Ivan Rittschik wird die erste Jahreshälfte wegen einer geplanten Schulter-OP fehlen. «Wir gehen dennoch sehr positiv in die ersten beiden Wettkämpfe. Wir sind ja breit aufgestellt», erklärt Straubenhardts sportlicher Leiter, Dirk Walterspacher. Und mit dem vierten Titel in Folge wird seine in ihren Anfängen noch gerne als «Dorfclub» belächelte KTV mit dem «Rekordmeister» gleich ziehen.

Ein Selbstläufer wird die Jubiläumssaison allerdings nicht. «Die Saison ist so lange, da kann noch einiges passieren», weiß Walterspacher. Und gleich zum Auftakt steht mit der KTV Oberen Lahn ein Gegner ins Haus, der selbst gerne ins Finale möchte und nach der Rückkehr von Lukas Dauser auf eine erste Standortbestimmung brennt. Für den Auftaktwettkampf im Jahr eins nach Hambüchen kommt ein Rekordmeister wie Straubenhardt da gerade recht.

Das Kapitel Neuzugänge hat Straubenhardt in diesem Jahr klein geschrieben. Allein der Franzose Zachari Hrimeche ist ein Neuling in der Walterspachers Meisterriege. «Er ist ein Boden und Sprungspezialist, der genau die Lücke von Dragulescu füllen kann», erklärt Walterspacher. Den Kontakt hat Andreas Bretschneider hergestellt. «Der Vorteil ist, wir brauchen kein Visum und er ist in drei Stunden mit dem TGV aus Paris in Karlsruhe», will man bei der KTV weiter auf europäische Unterstützung setzen.

Der Rumäne Marian Dragulescu wird dagegen nicht mehr für die KTV in der ersten Bundesliga antreten. Der sechsfache Weltmeister aus Rumänien stand für diese Saison nicht mehr zur Debatte. Aaron Wagner wechselte in Straubenhardts zweite Mannschaft, die gerne in die dritte Liga aufsteigen möchte. «Er ist ein Mehrkämpfer. Und damit kann er unserer zweiten Mannschaft mehr helfen als mit wenigen Einsätzen unserer ersten», glaubt Walterspacher.

Besonders stolz ist man in Straubenhardt aber auf eine Neuerung, die bereits im Laufe der letzten Saison Einzug gehalten hat und insbesondere dem Heimpublikum große Freude bereitet: der Videowürfel. Meisterliche 40 000 Euro kostete das Schmuckstück, mit dem nun alle vier Tribünen mit Informationen versorgt werden können. «Aber der Beamer, den wir sonst immer gemietet haben, hat auch 1000 Euro gekostet», rechnet Walterspacher vor. Abgesehen vom Zuschauerkomfort werde sich diese Investition daher irgendwann sogar finanziell rechnen.

Zumal nun auch andere Vereine und Veranstalter das Objekt nutzen könnten. «Wir haben dadurch sogar nochmal zwanzig Zuschauerplätze dazugewonnen», sagt Walterspacher, der allerdings selbst nie auf die Idee gekommen wäre, dass man in so einer kleinen Halle einen solchen Würfel überhaupt installieren könne. «Aber das Ding ist echt Klasse, der absolute Wahnsinn», schwärmt er.
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KTV Straubenhardt
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1. Bundesliga Männer

VereinWKGPDiffPkt
1KTV Straubenhardt224:0+244:0
2SC Cottbus212:12+04:0
3TG Saar110:2+82:0
4TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau216:8+82:2
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7.TZ DSHS Köln2:12173,25
8.TSG Steglitz0:14168,85