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09.03.18 / Männer

Herder mischt wieder mit, Straubenhardt muss ins «Schwabenderby»

Mit seinem Zugpferd Philipp Herder und dem spektakulären Neuzugang Manrique Larduet Bicet trifft der Siegerländer KV am zweiten Wettkampftag auf den TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau. «Ich denke, es kann eine enge Kiste werden», glaubt Bernd Krombach. «Aber wir werden mit einer guten Truppe antreten. Denn neben Philipp und Manrique ist auch Eric-Lloyd Hinrichs wieder mit dabei, der letzte Woche erkrankt war», bestätigt er. Der Brite Courtney Tulloch wird diesmal nicht mit von der Partie sein. «Das haben wir letzte Woche in Heilbronn eigentlich ganz gut geregelt bekommen. Aber nicht nur Herder und Larduet sollen das Team durch den Wettkampf führen. «Es ist der Teamgeist, der unsere Mannschaft trägt», sagt Krombach. «Auch die Turner auf den Positionen drei und vier haben bei uns ganz enorme Bedeutung und das wissen sie auch. Und deswegen müssen auch sie alles in die Waagschale werfen», betonte er.

Sorgen, dass dem Mehrkämpfer Herder noch ein bisschen der Jetlag seines Weltcup-Ausflugs in die USA in den Kleidern hängt, hat Krombach nicht. «Ich denke, das wird er kompensieren. Er muss ja nicht unbedingt die Übung turnen, die er in Chicago geturnt hat», sagte er. «Ich weiß auf jeden Fall, dass er aus dem letzten Wettkampf, den wir gegeneinander geturnt haben, noch eine Rechnung offen hat. Die werden versuchen hier die Siegpunkte mitzunehmen, davon gehe ich aus», ist sich Krombach sicher.

Doch die Ligapremiere von Wieder-Aufsteiger TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau gestaltet sich ganz und gar nicht nach den Vorstellungen von Trainer Paul Schneider. «Wir haben viele Verletzte und zudem hat uns auch noch die Grippewelle erwischt», berichtet er. Verzichten müssen die wackeren Schwaben wieder auf ihren Superstar Andreas Toba, der sich im Trainingslager der Nationalmannschaft in Südkorea einen Meniskusschaden zugezogen hatte. «Keine Chance», schließt Schneider auch einen Teileinsatz des Hannoveraners kategorisch aus. Eine OP des 27-Jährigen ist vom Tisch, die Reha gehe jeden Tag besser. «Jetzt hoffen wir, dass er am 31. März wieder einsteigen kann», drückt Schneider alle Daumen für den Hero de Janeiro.

Beim Siegerländer KV will man sich daher erst einmal so gut wie möglich verkaufen. «Wir fahren nach Siegen, um denen das Leben schwer zu machen und Gerätepunkte zu sammeln», lautet Schneiders Etappenziel. In einem ist er sich jedoch sicher: «Das wird ein schwerer Anfang», prognostiziert er. Schlimm sei das aber dennoch nicht. «Hinterher werden wir dafür umso besser auftrumpfen können», ist sich Schneider sicher.

Meister KTV Straubenhardt muss beim MTV Stuttgart an die Geräte. Im «Schwabenderby» haben beide Mannschaften mit Personalproblemen zu kämpfen. Während Stuttgart weiter den Ausfall von Kapitän Sebastian Krimmer und Nachwuchshoffnung Felix Pohl verkraften muss, fehlt bei den Nordschwarzwäldern der Franzose Zachari Hriméche, der eigentlich als Boden- und Sprungersatz für den Rumänen Marian Dragolescu fest eingeplant war. «Das wird sicher kein einfacher Wettkampf», glaubt Straubenhardts sportlicher Leiter Dirk Walterspacher. «Wir können das nur durch saubere Übungen kompensieren. Wir müssen schauen, dass alle durchkommen. Verturner wie am Boden und Pauschenpferd gegen die Obere Lahn dürfen in Stuttgart nicht mehr passieren», warnte er nachdrücklich.

Stuttgart gegen Straubenhardt sei schon immer das Derby der vergangenen Jahre gewesen, erinnert sich der Straubenhardter. «Das wollten beide Clubs unbedingt immer gewinnen», weiß Walterspacher. Den Meister auf dem Weg zum siebten Stern, sieht er vom Personal her derzeit besser besetzt als den Konkurrenten MTV. «Aber Stuttgart wird natürlich nicht sagen, wir schenken den Wettkampf gleich her. Die werden versuchen, uns nach Kräften zu ärgern»

Mit einer Motivation der besonderen Art zieht der SC Cottbus in seinen ersten Saisonwettkampf. Vor eigenem Publikum wollen die Lausitzer die Punkte am Samstag unbedingt behalten. «Denn am Abend steigt unsere 25-Jahrfeier und da wollen wir einen Heimsieg in der Tasche mitbringen», sagte Präsident Arved Hartlich. Wie schon in den Jahren davor setzt der SCC auch in seinem Jubiläumsjahr auf das Duo Christopher Jursch und Leonard Prügel um das herum die eigenen Nachwuchsturner ins Rennen geschickt werden. «Jungs wie Lucas Kochan wollen wir aber nur sehr dosiert einsetzen, damit sie sich nicht im Ligaalltag aufreiben», betont Hartlich. Gegen das KTT Heilbronn bedürfe es für den Erfolg allerdings einer kompakten Mannschaftsleistung. «Heilbronn ist ein ernstzunehmender Gegner, aber in dieser Liga kann fast jeder jeden schlagen. Deswegen müssen wir von Beginn an hochkonzentriert bei der Sache sein und die Leistungen, die wir uns im Training erarbeitet haben, auch im Wettkampf abrufen», sagte er.

Konkurrenten KTT Heilbronn sieht das freilich ganz anders. Der hat nämlich noch eine Rechnung offen, kassierte man doch in der vergangenen Saison in Cottbus eine 32:40-Niederlage. «Wir müssen am Samstag ausgeschlafen sein, denn das wird eine ganz enge Kiste», sagt Taktiktrainer Rainer Arnold, der mit seinem Team aufgrund der weiten Anreise von über 700 Kilometern bereits am Freitag in die Lausitz reisen wird. Doch im Gegensatz zu den Gastgebern konnten sich Heilbronn schon am vergangenen Wochenende «warmturnen». «Der Auswärtswettkampf von Cottbus in Wetzgau wurde vom letzten Samstag auf Ende Juni verschoben, das könnte uns einen kleinen Vorteil verschaffen. Wir haben im Wettkampf gegen Siegerland bereits einige Erkenntnisse gewonnen und wissen, wo wir nachjustieren müssen, damit wir stabiler auftreten und weniger Fehler machen», hofft Arnold. Denn selbst wenn das KTT den ersten Wettkampf verloren habe, so habe sein Team durch die Aufholjagd doch auch jede Menge Selbstvertrauen getankt. «Dieses wollen wir in Cottbus von Anfang an die Geräte bringen, um möglichst mit einem Sieg nach Hause zu fahren», sagte er.

Alles zum Spitzenduell KTV Obere Lahn gegen die TG Saar gibt es hier.
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VereinWKGPDiffPkt
1KTV Straubenhardt443:5+388:0
2SC Cottbus326:10+166:0
3Siegerländer KV427:21+66:2
4TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau319:17+24:2
5KTV Obere Lahn425:23+24:4
6TG Saar424:24+02:6
7MTV Stuttgart49:39-300:8
8KTT Heilbronn47:41-340:8

1. Bundesliga Frauen

MannschaftPktGPZ
1.MTV Stuttgart42:0583,35
2.TSV Tittmoning32:10566,75
3.TZ DSHS Köln26:16551,80
4.TG Karlsruhe-Söllingen24:18551,50
5.TG Mannheim20:22545,05
6.SSV Ulm16:26536,60
7.TSG Steglitz6:36517,75
8.Dresdner SC2:40515,25