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30.03.18 / Männer

Gipfeltreffen auf Augenhöhe

Das Gipfeltreffen: Samstag, 18 Uhr
Eines ist vor der Spitzenpartie KTV Straubenhardt gegen den Siegerländer KV am Samstag (Straubenhardthalle, 18:00 Uhr) bereits jetzt klar: der Gewinner dieses Gipfeltreffens der beiden Tabellenführer verbucht als Einziger drei Siege und wird somit zum ganz heißen Favoriten um den Einzug ins DTL-Finale! Eine spannende Geschichte, deren Ausgang mehr als ungewiss ist. Bei den Gästen aus dem Siegerland gibt man sich erstmal bescheiden. «Wenn wir drei Geräte gewinnen, war es für uns ein guter Wettkampf», mutmaßt Bernd Krombach bei den Siegerländern.

«Das stapeln sie aber ganz schön tief», entgegnet da Dirk Walterspacher, seines Zeichens sportlicher Leiter des sechsfachen Meisters und verweist auf den neun Athleten geschrumpften KTV-Kader. «Wir bieten drei Ausländer auf, so viel kann ich verraten», sagt der 45-Jährige. «Unser Problem ist derzeit aber, dass wir nur noch sechs deutsche Turner im Kader haben. Wenn noch irgendwas passiert, haben wir ein ganz schönes Problem», betont er. Denn neben dem langfristig verletzten Ivan Rittschik fehlen im Duell gegen den Tabellennachbarn auch Nils Dunkel und Daniel Wörz. Der Russe David Belyavskiy hat vom Verband ebenso keine Freigabe erhalten wie der brasilianische Neuzugang Arthur Zanetti.

Eine Erfahrung, die auch der Siegerländer KV kennt. Dort wird Daniel Uhlig, der sich am Boden einen Kreuzbandriss zuzog, in dieser Saison wohl nicht mehr zur Verfügung stehen. «Nach den ersten Wettkämpfen zeigt sich ganz deutlich: nicht die Größe und die Qualität des Kaders ist entscheidend, sondern welche Turner sind am jeweiligen Wettkampftag verfügbar, auf der deutschen Seite, vor allem aber auch bei den Ausländern. Der Terminkalender ist schwierig, und die Saison ist noch lang. Es gibt heute bereits viele verletzte Turner in nahezu allen Mannschaften, und einige internationale Turnverbände legen sich quer bei der Freigabe ihrer Spitzenathleten», erklärte SKV-Präsident Reimund Spies auf der Homepage der SKV. Sein Vorstandskollege Horst-Walter Eckhardt dagegen traut dem Braten noch nicht so recht. «Wir rechnen fest damit, dass David Belyavskiy ebenso wie im ersten Wettkampf der KTV die Freigabe durch den russischen Verband auf den letzten Drücker erhalten wird und am Samstag gegen uns an die Geräte gehen kann», betonte er.

Sicher ist jedoch eines: Die Riege aus dem Schwarzwald hat noch ein letztes Ass im Ärmel. Der Franzose Zachari Hrimeche, dessen Haarrisse im Fuß eigentlich einen Start bis zum Sommer unmöglich hatten erscheinen lassen, wird überraschend nun doch mit von der Partie sein. «Um ehrlich zu sein, ich weiß nicht, was da den Sinneswandel motiviert hat. Aber er hat uns aber am vergangenen Wochenende wissen lassen, dass er uns am Boden einen Ausgangswert anbieten kann. Er wird am Samstag auf der Matte stehen», bestätigte Walterspacher. Ein Hilfsangebot, das man in Straubenhardt dankbar annimmt. «Denn Siegerland ist am Boden unglaublich stark. Herder, Fahrig, Laduet, die sind alle vom Ausgangswert besser als jeder von uns», erwartet der sportliche Leiter schon am Auftaktgerät mit einem äußerst engen Wettkampf. «Den Boden müssen wir irgendwie überleben», sagt er.

Im Siegerland liegt der Fokus dagegen eher auf dem Pauschenpferd. «Das wird mit Sicherheit ein sehr wichtiges Gerät», glaubt Krombach. Auch wenn dort die Vorentscheidung über den Sieger der Partie noch nicht fallen werde. «Dazu ist es im Wettkampf noch zu früh», ist er sich sicher. Den sollen allen voran der kubanische Turnstar Manrique Larduet Bicet und WM-Mehrkämpfer Philipp Herder gestalten und dabei von den erfahrenen Matthias Fahrig und Sebastian Bock Unterstützung erhalten. Eine wichtige Rolle sollen auch die Siegerländer Eigengewächse Nico Ermert und Andreas Jurzo spielen, die ebenso wie Eric Lloyd Hinrichs und der Berliner Dario Sissakis an den Schlüsselstellen zum Zünglein an der Waage werden könnten.
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