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02.04.18 / Männer

Lausitz-Express überrollt TG Saar

Hashtag: #TGSSCC
Der Lausitz-Express aus Cottbus hat am Wochenende den deutschen Vizemeister TG Saar überrollt. «Wir sind ursprünglich mit dem Ziel in den Wettkampf gegangen, ein paar Gerätepunkte mitzunehmen. Dass wir am Ende als Sieger aus der Halle gehen, damit hatten wir nicht gerechnet», räumte SCC-Kapitän Lukas Gallay dann auch freimütig ein. «Individuelle grobe Schnitzer» bereiteten auf Seiten der TG Saar den Weg für den überraschenden 45:35-Auswärtssieg des Rekordmeisters. Das zumindest war die Analyse von Thorsten Michels, dessen Turner gleich vier Duelle nach groben Fehlern mit 0:4 Punkten verloren hatten. «Die Souveränität und Stabilität, die wir in den letzten Jahren an den Tag gelegt haben, lässt in diesem Jahr deutlich zu wünschen übrig», sagte er.

Woran es genau lag vermag auch der Saarländer nicht mit Sicherheit zu sagen. «Vielleicht waren die Jungs ja ein bisschen übermotiviert, vor allem am Boden. Das hat Cottbus gnadenlos ausgenutzt», sagte er. Schon nach zwei Duellen lag sein Team so mit 0:8 Punkten hinten. «Das war nicht gerade berauschend», fand auch Michels. Die Liga sei in dieser Saison sehr eng zusammengerückt, was die Leistungsdichte angehe. «Zusätzlich haben wir im Vergleich zur Konkurrenz natürlich in diesem Jahr das Problem, dass wir nicht die Ausländerposition am Schlagkräftigsten besetzt haben», räumte Michels ein, der neben dem langfristig verletzten Mehrkampfstar Oleg Verniaiev auch den zweiten Ukrainer Petro Pakhniuk verzichten musste.

Besser hatten es da die Lausitzer, die aus dem brasilianischen Neuzugang Francisco Barretto Junior und dem Ukrainer Igor Radivilov ein 86,55 Punkte schweres Duo gebildet hatten. «Ein absolutes Spitzenergebnis. Damit bist Du bei der WM im Mehrkampf unter den ersten Fünf», hat der Diplom-Ingenieur aus Piesbach ausgerechnet. Zum Vergleich: Daniil Kazachkov, der im Rahmen seinen Möglichkeiten einen guten Wettkampf für die Saarländer ablieferte, kam da auf nur 83,10 Punkte.

Und auch die Saarländer Rechenmodelle vermochten die gute Laune bei den Gästen vom SC Cottbus nicht zu trüben. Das eigentliche Ziel, sagte Gallay, sei nach wie vor das Erreichen des kleinen Finales in Ludwigsburg am 1. Dezember. «In diesen Wettkampf sind wir reingegangen und wollten versuchen, jede einzelne Übung möglichst fehlerfrei durchzuturnen. Wir haben gar nicht so sehr auf die Punkte geschaut, sondern uns vielmehr auf uns selbst konzentriert. Wir wollten um jedes Zehntel kämpfen, egal, wie der Gegner turnt. Ich denke, das ist uns sehr gut gelungen. Wir haben über den gesamten Wettkampf nur zwei Fehler gemacht», berichtet er nicht ohne Stolz.

Beim deutlichen 10:2 am Sprung brauchten die Lausitzer noch nicht einmal Schützenhilfe. «Da hatten wir uns auch vorher schon etwas ausgerechnet. Denn unsere jungen Sportler haben sich da enorm weiterentwickelt. Wir haben hohe Schwierigkeitswerte, deswegen wollten wir genau da angreifen», sagte Gallay.

Als Ostergeschenk durfte die Rekordmeister-Riege am Ende zwei Punkte mit nach Brandenburg nehmen. Während die TG Saar auf Platz sechs in der Tabelle abrutschte und am kommenden Wochenende zur ambitionierten Siegerländer KV reisen muss, hat sich der SCC mit noch einer Nachholpartie im Köcher einen Platz an der Sonne ergattert und darf sich gegen das Tabellenschlusslicht MTV Stuttgart durchaus Hoffnungen machen, dort nicht allzuschnell wieder vertrieben zu werden.
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