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03.04.18 / Männer

Schwäbisch Gmünd-Wetzgau beflügelt

Hashtag: #TVWKTT
Die Rückkehr von Andreas Toba hat den TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau offensichtlich beflügelt. Vor 600 Zuschauern fegte die Riege von der Ostalb den Tabellensiebten vom Neckar mit 69:14 am Ende förmlich aus der Halle. «Die Motivation der Mannschaft war fantastisch. Die wollten unbedingt gewinnen. Dass Andreas Toba und Glenn Trebing noch mitgeturnt haben, hat uns noch einmal einen zusätzlichen Schub gegeben», jubelte Trainer Paul Schneider. Denn nicht nur Toba, der an seinen vier Geräten insgesamt 16 Punkte sammeln konnte, gelang ein tolles Comeback. Auch Johannes Schaal (14) und Bart Deuerloo (13) packten noch einmal ordentlich was drauf. Für Schneider ein gutes Zeichen: «Nicht nur ein einzelner Mann, sondern die Mannschaft hat den Wettkampf entschieden», freute er sich.

Dabei hatte der Wettkampf für die Gäste vielversprechend begonnen. Fabian Geyers drei und Valentin Starikovs vier Punkte hatten dafür gesorgt, dass der Boden mit 7:6 an das KTT ging. Wie so oft entschied sich das Schicksal der Partie am Pauschenpferd: Heilbronns Valentin Starikov musste gleich dreimal vom Gerät absteigen, was seinem Gegner fünf Punkte einbrachte und dem 21-jährigen Russen den Rest des Abends verhagelte.

TVW-Coach Schneider dagegen gefiel die Art und Weise, wie seine Mannschaft auftrat. «Wir waren sehr stabil, das hat uns viel geholfen», sagte er. Heute sei man auf den ersten drei Positionen sehr stark gewesen. Und auch Spezialisten hätten ihre Sache sehr gut erledigt, fand er. Mit einem Schlussspurt von 15:0 am Barren und 17:0 am Reck setzten die Wetzgauer noch einmal einen dickes Ausrufezeichen ans Ende des Wettkampfs. «Die Mannschaft hat das Programm, das wir besprochen haben, durchgezogen. Sie wollten es. Und wenn jemand etwas wirklich will, dann gibt er eben zweihundert Prozent, nicht nur einhundert», fand Schneider an diesem Tag nicht viel zu kritisieren.

Kürzer und prägnanter fiel die Analyse von KTT-Trainer Rainer Arnold nach dem Wettkampf aus. «Wetzgau war an diesem Abend zu stark für uns», musste er anerkennen - nicht ohne festzustellen, dass es für sein Team nun mit jeder Niederlage hinsichtlich des angestrebten Klassenerhaltes enger werde. Denn insgeheim waren die Heilbronner mit der Hoffnung nach Schwäbisch Gmünd gereist, beim angeschlagenen Aufsteiger für eine Überraschung zu sorgen.

Der Blick von Paul Schneider dagegen richtet sich nun nach vorne. Sollte sich trotz des verpatzten Saisonstarts eine Gelegenheit ergeben, um einen Finalplatz mitzukämpfen, dann will er mit seinem Team auf jeden Fall sofort zugreifen. «Finale? Warum nicht! Wenn sich das ergeben sollte, nehmen wir das mit», erklärte er. Denn eines sei in der Liga derzeit offensichtlich: «Im Moment kann fast jeder gegen jeden gewinnen», ist er sich sicher.

Gewinnen lautet auch nach drei punktlosen Wettkämpfen die oberste Priorität bei Arnolds Team. Dass sich am kommenden Wochenende ausgerechnet Meister KTV Straubenhardt angesagt hat, passt da allerdings nicht wirklich ins Konzept. Denn nur noch Heilbronn und Stuttgart stehen bislang mit leeren Taschen da. Direkt aufeinander treffen beide Teams allerdings erst am vorletzten Wettkampftag am 10. November.
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