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05.04.18 / Männer

Kraftakt auf Augenhöhe

Hashtag #TVWOLA
Für Paul Schneider ist die Sache am Wochenende klar wie schwäbische Kloßbrühe: «Die besseren Nerven und die Stabilität in den Übungen wird entscheidend sein. Ein Fehler zu viel und du bist weg», ist sich der Coach des TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau ziemlich sicher. Den Gegner aus Hessen kennt er in- und auswendig. «Für uns ist die KTV Obere Lahn keine Unbekannte, wir sind schon sehr lange Gegner. Wir wissen was die können, die wissen was wir können», sagt er. Es werde am Samstag ein sehr spannender Wettkampf. «Einer wo niemand weiß, wer am Ende gewinnen wird», fügt Schneider hinzu, der beide Teams absolut auf Augenhöhe sieht. «Nach den letzten Ergebnissen wird es eine sehr ausgeglichene Begegnung. Ich kann nicht sehen, dass einer irgendwo einen großen Vorteil hätte. Es gibt bei der KTV auch kein wirklich schwaches Gerät. Die sind überall sehr gut besetzt, genauso wie wir. Deswegen wird am Ende der, der die wenigsten Fehler macht, den Wettkampf gewinnen», lautet seine Prognose.

So sieht das auch Trainer Albert Wiemers von der KTV Oberen Lahn. «Ich würde mich nicht trauen, zu sagen, A oder B hat die Nase vorn», räumte er ein. Fehlerfreiheit ist daher auch bei den Mittelhessen alleroberstes Gebot. Denn Patzer wie die von Artur Davtyan und Lasse Gauch am Sprung gegen Stuttgart könnten gegen Schwäbisch Gmünd-Wetzgau bereits ein K.O.-Kriterium werden. Sorgen, dass die zwei dem Druck nun nicht standhalten könnten, hat der KTV-Coach allerdings nicht. «Die sind beide so, dass sie sagen, jetzt zeigen wir’s erst recht», glaubt er. Denn auch sein Team hat seit dem deutlichen Sieg gegen den MTV Stuttgart spürbaren Rückenwind. Über den positiven Effekt bei den Gastgebern durch die Rückkehr von TVW-Vorturner Andreas Toba müsse man nicht lange diskutieren. «Andreas hat einen Schnitt von über 13 Punkten an seinen vier Geräten geturnt, Hut ab! Das ist eine gewaltige Geschichte. Da haben wir Respekt davor», sagte Wiemers.

Sorgen machen muss sich TVW-Coach Schneider also derzeit nicht. Denn nach der Rückkehr von Andreas Toba herrscht Hochstimmung auf der Ostalb. Eine Personalie, die offensichtlich ein ganzes Team beflügelt hat. Mit einer Nachholbegegnung in petto könnten die Schwaben im letzten Wettkampf der Hinrunde noch die Lücke zur Verfolgergruppe von Meister Straubenhardt in der Tabelle schließen und sich in der zweiten Saisonhälfte sogar eventuell selbst für einen Platz im Finale in Position bringen. «Ich habe immer gesagt, das Minimalziel ist der Klassenerhalt. Aber wenn was dazukommt, nehmen wir das auf jeden Fall mit», erklärt Schneider selbstbewusst. Nach dem überzeugenden Auftritt gegen Heilbronn setzt er daher auf Kontinuität. «Bei uns ändert sich nichts. Die Aufstellung bleibt, wie sie war. Das heißt, wir treten mit der besten Aufstellung an, die wir zurzeit haben», kündigte Schneider an.

Dass in diesem Jahr der ein oder andere Experte die Gäste aus Mittelhessen neben dem Namensvetter der KTV Straubenhardt als Topfavoriten für das Finale sieht, lässt Schneider kalt. «Sowas beeindruckt mich gar nicht. Denn Kandidat hin oder her, jeder Wettkampf hat seine eigenen Gesetze», hat ihn seine jahrzehntelange Wettkampferfahrung gelehrt. Aber auch Trainerkollege Wiemers hält nicht viel von solchen Vorschusslorbeeren. «Das ehrt uns auf eine gewisse Art und Weise. Aber ich bin immer noch der Meinung, dass erst nach sieben Wettkämpfen abgerechnet wird. Abwarten deswegen, weil jeder jeden schlagen kann. Ich denke nämlich auch, dass es eine spannende Geschichte am Wochenende werden wird», sagte er.

Eines war am vergangenen Wettkampftag jedoch nicht wegzudiskutieren: Gallionsfigur Toba hat in Schwäbisch Gmünd in jedem Fall wieder Spaß am Turnen. «Er hat sich riesig gefreut, dass er den Wettkampf nach so langer Zeit wieder schmerzfrei durchturnen konnte», erzählt Schneider. «Wir hoffen, dass seine Genesung weiter so positiv verläuft». Denn wo ein Toba ist, da strömen die Massen. Auch in Schwäbisch Gmünd. So rechnet man beim TVW trotz der undankbaren Ferienzeit wieder mit einem vollen Haus. «Und da turnt man ganz anders, wenn die Halle voll ist», weiß Schneider, der sogar noch ein paar noch ein paar taktische Winkelzüge in der Hinterhand hat. «Helge Liebrich hat zum Beispiel noch keinen Barren geturnt. Und so habe ich an einigen Geräten noch ein paar Optionen zur Verfügung», verrät er.

Auf die Unterstützung von Reck-Olympiasieger Fabian Hambüchen auf den Rängen wird die KTV an diesem Wochenende wahrscheinlich verzichten müssen. Die sei aber gar nicht so ein besonderes Ereignis, wie manche glaubten. «Für uns ist das eine normale Situation. Er ist schon bei uns in der Halle gewesen, als wir noch nicht in der ersten Liga waren und er noch nicht bei uns geturnt hat. Er ist, wenn es seine Termine zulassen, sowohl bei den Heim- als auch bei den Auswärtswettkämpfen mit dabei, weil er nach wie vor zu der Mannschaft steht und die Sache positiv sieht», erklärte Wiemers.
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