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08.04.18 / Männer

Wetzgau reitet die Welle weiter

Der TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau reitet weiter auf der Welle des Erfolgs. Der 46:27-Sieg im Verfolgerduell gegen die KTV Obere Lahn fiel am Ende deutlicher aus als von vielen Experten und den beiden Trainern erwartet. «So kann es weitergehen», freute sich ein sichtlich gut gelaunter TVW-Coach Paul Schneider, der mit den Darbietungen seiner Jungs auch rundum zufrieden war. «Ich muss ehrlich sagen, wir waren an diesem Abend besser», stellte er fest. Das sah auch sein hessischer Kollege Albert Wiemers so. «Es hätte anders ausgehen können. Dann hätten wir aber wenigstens einen Verletzten weniger haben müssen, hatten wir aber nicht. Und unter dem Strich muss auch ich feststellen, die Wetzgauer waren an diesem Samstag besser», sagte er.

Wiemers Riege war gut in den Wettkampf gestartet, sicherte sich mit 11:3 die Vorherrschaft am Boden. «Dann mussten wir aufholen, das haben wir am Pauschenpferd richtig gut gemacht», fand Schneider und auch bei Wiemers überwog zunächst die Freude: «Wir haben unheimlich stark am Boden angefangen. Aber leider haben wir dann auch stark nachgelassen», räumte er ein. Denn schon nach dem Pauschenpferd hatten die Schwaben den guten Start der KTV egalisiert und legten an den Ringen einmal nach.

Die Entscheidung fiel direkt nach der Pause am Sprung. Und der ging mit 13:0 an den TVW. «Den kann man glücklicher turnen», bemerkte Wiemers sarkastisch und auch für Schneider war die Sache klar: «Der Sprung war am Ende entscheidend. Danach hat die Obere Lahn wahrscheinlich nicht mehr gedacht, dass sie es noch schaffen können. Sie haben zwar Barren noch gewonnen, aber es war nicht mehr ausschlaggebend. Denn es war eine Begegnung, in der jeder Fehler ein Fehler zu viel war», sagte er.

Topscorer des Abends war Andreas Toba. Der Hannoveraner sammelte allein zwölf Punkte ein. Nicht viel weniger trugen Helge Liebrich (11) und Bart Deurloo (10) aus der Halle. «Ich freue mich, das Andreas Toba immer mehr ins Geschehen eingreifen kann, nach seinen Planungen könnte es sogar noch nach einem Sechskampf in diesem Jahr aussehen. Ob schon im Juni, das weiß ich noch nicht», sagte Schneider, dem nicht verborgen blieb, dass die letzten Ligaeinsätze bei seinem berühmtesten Turner äußerst positive Effekte hinterließen. «Er ist gut drauf, es hat ihm richtig gut getan, dass er an vier Geräten so mitturnen konnte. Das hat ihm Auftrieb gegeben», ist Schneider sicher.

Aber auch Wiemers hat sein Team schon wieder aufgerichtet. «Im ersten Moment war es so, dass alle ein wenig schockiert waren. Aber schon einen Tag später war das Geschichte und nun sagen eigentlich alle geschlossen, jetzt erst recht», berichtete er. In der zweiten Jahreshälfte wollen die Mittelhessen noch einmal voll angreifen. Das Programm scheint zumindest lösbar. «Aber Hellseher sind wir alle nicht. Es könnte durchaus sein, dass wir gegen Cottbus eine Chance haben. Und auch gegen Heilbronn. Und dann schauen wir mal. Wir werden jedenfalls alles daran setzen, in den letzten drei Wettkämpfen die optimale Besetzung an den Start zu bringen und uns gut vorzubereiten», ließ er wissen. Im Augenblick sei man da auch noch optimistisch.

Eine Herausforderung, die Paul Schneider noch in der Nachholpartie beim SC Cottbus am Juni lösen muss. «Wir werden im Juni genauso gut vorbereitet antreten wie jetzt. Wir sind hoch motiviert. Cottbus ist sehr gut aufgestellt, aber sie sind nicht unschlagbar», hat er ausgerechnet. Ob es für den TVW noch für das Finale reicht, diese Frage will Schneider erst nach der Auswärtsfahrt in die Lausitz beantworten. «Dann sehen wir, in welche Richtung es geht», sagte er. In einer Sache ist sich der TVW-Coach jetzt schon ziemlich sicher: «Es wird spannend, ganz bestimmt», glaubt er.
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