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25.04.18 / Turnen National

Claudia Schunk: «Ich werde die Turnerinnen und die Trainer im Wettkampf beobachten»

Bundesnachwuchstrainerin Schunk
Das deutsche Frauenturnen befindet sich derzeit im Aufwind. Pauline Schäfer erturnte in Montreal 2017 den Weltmeistertitel am Schwebebalken, Elisabeth Seitz gewann vor zwei Wochen den Gesamtweltcup des Internationalen Turnverbands (FIG) als beste Mehrkämpferin der Welt. Ob dieser Höhenflug der Turnerinnen auch auf absehbare Zeit noch anhalten wird, darüber lassen die deutschen Jugendmeisterschaften in Unterhaching am Wochenende sicher Rückschlüsse zu. Welche Erwartungen Nachwuchs-Bundestrainerin Claudia Schunk hat und worauf sie im Wettkampf besonders achten wird, erzählte die 45-Jährige Trainerin im Gespräch mit Milena Horsman von der DTB-Pressestelle.

Claudia Schunk, was sind Ihre Erwartungen an die DJM 2018?

«Ich hoffe, dass wir viele saubere und fehlerfreie Übungen sehen. Aus den Kaderlehrgängen weiß ich, dass der Schwierigkeitsgrad vieler Übungen im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren und im internationalen Vergleich nicht sehr hoch ist. Deshalb hoffe ich, dass dafür die Ausführung der Mädchen sauber und ausdrucksstark ist.»

Was ist Ihre Aufgabe vor Ort?

«Ich werde die Turnerinnen und die Trainer im Wettkampf beobachten, um den Athletinnen und den Trainerteams im Anschluss Ratschläge geben zu können und genau zu wissen, wo wir künftig ansetzen müssen. Neben dem Wettkampfgeschehen habe ich noch Gespräche mit dem Nachwuchsausschuss und einigen Trainern und Eltern.»

Worauf achten Sie im Wettkampf besonders?

«Wir schauen wie bereits erwähnt auf den Schwierigkeitsgrad, um herauszufiltern, woran wir Zukunft besonders arbeiten müssen. Zudem schauen wir, wo besonders hohe Abzüge vorliegen, zum Beispiel durch Nicht-Anerkennung von Drehungen oder Kombinationen. Auch schauen wir, ob es einheitliche Schwächen im Deutschen Nachwuchs gibt oder ob diese leistungszentrumsintern sind. So können wir in Zukunft noch effektiver im Training arbeiten.»

Welchen Stellenwert hat die DJM für die Mädchen?

«Zum einen ist die DJM die Qualifikation für viele anstehende internationale Wettkämpfe wie Jugendländerkämpfe. Auf der anderen Seite ist es auch der wichtigste nationale Nachwuchs-Wettkampf in Deutschland, bei dem natürlich alle Turnerinnen mit einer Medaille nach Hause gehen wollen.»

Gibt es in einer Altersklasse eine klare Favoritin?

«In der Altersklasse 15 war Emelie Petz (TSG Backnang 1846) jahrelang unangefochten die Nummer 1 und ist es trotz Fußproblemen immer noch. Etwas offener wird es in der AK 14 sein. Emma Malewski (TuS 1861 Chemnitz-Altendorf) könnte eine große Rolle spielen, die auch beim Turnier in Jesolo aus deutscher Sicht die Beste war. Ein Wörtchen mitreden wird hier sicherlich auch Lara Hinsberger (TV Lebach). Julia Birck (TuS 1861 Chemnitz-Altendorf) war in der AK 13 jahrelang ganz oben auf dem Treppchen und ich gehe davon aus, dass sie auch in diesem Jahr den Wettkampf für sich entscheiden kann.»

Was können die Zuschauer erwarten?

«Ich hoffe, dass unser Nachwuchs vor einer vollen Halle turnen wird und das Publikum für eine tolle Stimmung sorgt. Die Zuschauer erwarten spannende Wettkämpfe, bei dem die besten Nachwuchsturnerinnen unserer Nation ihr Können unter Beweis stellen werden.»
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