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01.07.18 / Männer

Schwäbisch Gmünd macht einen Fehler zuviel

Für Paul Schneider lag die Sache nach der 31:43-Heimniederlage des TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau gegen den SC Cottbus klar auf der Hand. «Ganz einfach. Wir haben einen Fehler mehr als Cottbus gemacht», urteilte der TVW-Coach ziemlich nüchtern. Zwei Fehler am Boden, drei am Pauschenpferd – am Ende war das zu viel um Rekordmeister SC Cottbus vor 500 Zuschauern von Platz zwei der Tabelle zu stürzen. «Wir sind am Boden und Pauschenpferd nur ganz schwer in Schwung gekommen. Bis wir aufgewacht sind, lagen wir schon in Rückstand», erzählte Schneider.

Bei den Gästen aus der Lausitz herrschte am Samstagabend freilich eine ganz andere Gemütslage. «Wir sind erstmal sehr glücklich, dass das so geklappt hat. Ich denke, dass wir dem Finale jetzt doch ein ganzes Stück näher gerückt sind. Dann werden wir mal schauen wie es weiter geht», sagte Trainer Karsten Oelsch. So richtig habe man wegen der langen Wettkampfpause zwar noch nicht gewusst, wo man stehe. Umso glücklicher war der Trainer des Rekordmeisters über den Auswärtserfolg. «Wir sind jetzt sehr erfreut, dass das so geklappt hat», erklärte er. Der Honigtopf am Horizont, dass die Lausitzer nach sieben Jahren nun wieder einmal mit um den Titel kämpfen könnten, schmeckt Oelsch noch nicht so richtig. «Naja, noch sind es drei Wettkampftage. Wir haben noch Obere Lahn und Straubenhardt auswärts vor der Brust. Und Straubenhardt ist sicherlich nicht zu schlagen», warnte er vor zu viel Euphorie rund um die Lausitz-Arena. Unter den ersten vier und damit in einem der beiden Finals von Ludwigsburg wolle man aber in jedem Fall stehen. «Jetzt schon weiter nach oben zu gucken, das liegt noch ein bisschen fern. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem letzten Wettkampftag. Da wollen wir zuhause unserem Publikum nochmal einen schönen Abschluss bieten. Wenn wir dort gegen Siegerland gewinnen sollten, dann wären wir, denke ich, sehr zufrieden. Aber wir nehmen es, wie es kommt», sagte Oelsch.

Auch Schneider hat sein Team noch einmal auf den Rückserienstart am 8. September eingeschworen. «Die Hoffnung ist immer noch da. Schließlich haben wir noch drei Wettkämpfe. Richtung kleines Finale ist auf jeden Fall noch alles offen», glaubt er. Die Hoffnung auf den Finaleinzug hat der TVW-Coach daher längst noch nicht ad acta gelegt. Zumal er grundsätzlich mit Leistungsstärke seiner Turner sehr zufrieden war. «Insgesamt hatte der Wettkampf von beiden Seiten ein sehr hohes Niveau», fand er. Auch mit der Mentalität seiner Riege war Schneider am Ende einverstanden. «Wir haben gekämpft, aber wir konnten es nicht mehr aufholen. Wir haben gewusst, dass es ein enger Wettkampf werden wird. Aber dass wir so schwer in den Wettkampf hineinkommen, damit haben wir eben nicht gerechnet», sagte er.
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