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11.07.18 / DTL

Präsidium verstärkt sich für die Zukunft

DTL-Präsident Jens-Uwe Kunze
Das Präsidium der Deutschen Turnliga hat in seiner Sitzung Ende Juni in Frankfurt eine Bestandsaufnahme der vergangenen 18 Monate durchgeführt und aufgearbeitet. «Die wichtigste Erkenntnis der vergangenen eineinhalb Jahre ist für mich, dass wir zukünftig einheitliche Standards schaffen müssen, die für alle Beteiligten in der DTL verbindlich sind», sagte Präsident Jens-Uwe Kunze. Aus diesem Grund beschloss das Gremium, drei weitere Präsidiumsmitglieder zu kooptieren, in deren Fachbereichen die jeweiligen Fäden zusammenlaufen sollen.

Eine rasch zunehmende Standardisierung forderte das Präsidium insbesondere bei der Durchführung von Wettkämpfen ein. «Dort ist es hinsichtlich der Transparenz des Ablaufs und auch der Effizienz im Allgemeinen unabdinglich, dass wir diese Standards in der Bundesliga der Männer, der Frauen und eventueller Zukunftssportarten auf eine gemeinsame Ebene heben», ist Kunze überzeugt. Gerade im IT-Bereich müssten für die Wettkämpfe genormte Lösungen gefunden werden. Das gelte besonders in der Ergebnisaufbereitung, der statistischen Aufbereitung sowie für eine einheitliche Form der Liveberichterstattung.

Das Präsidium beschloss daher, Rudi Brand als Präsidiumsmitglied IT zu kooptieren. «Wir haben in ihm einen absoluten Fachmann gefunden, der die DTL mit seinen Entwicklungen über Jahre hinweg geprägt hat. Wir versprechen uns, dass wir mit ihm zusammen die zukunftsorientierten Lösungen finden, die uns einen weiteren Schritt nach vorne bringen», erklärte Kunze.

Ebenso setzte das Gremium den Beschluss der Mitgliederversammlung von 2016 um, einen Medienbeauftragten für die DTL zu installieren. «Wir haben festgestellt, dass wir gerade im vergangenen Jahr in vielerlei Hinsicht eine erhebliche Entwicklung in der Öffentlichkeitsarbeit zu verzeichnen haben. Wir haben mit Nils Bohl, der uns auf diesem Feld seit 2016 immer wieder zur Seite steht, einen hervorragenden Medienbeauftragten als weiteres Präsidiumsmitglied kooptieren können», bestätigte der DTL-Präsident.

Dieser habe bereits vor zwei Jahren begonnen, dem medialen Denken in der DTL eine klare Struktur zu geben und dieses auch ins Bewusstsein der Beteiligten Akteure zu rücken. «Was sich zunächst noch hin und wieder als zähes Unterfangen erwies, lässt sich mittlerweile deutlich auch an Zahlen ablesen. Die Kontinuität auf diesem Sektor hat auch dazu geführt, dass sich – gerade bei den Männern – die Zusammenarbeit mit den Medienverantwortlichen der Teams spürbar positiv in Richtung einer hohen Qualität entwickelt hat, die wir für eine Wahrnehmung in der sich rasant verändernden Medienlandschaft unbedingt benötigen», stellte der Berliner klar.

Das Präsidium habe zudem feststellen müssen, dass die Vermarktung der deutschen Turnliga immer schwieriger werde – und das trotz eines sportlich hervorragenden Produktes. «Leider sind wir auch immer noch auf der Suche nach einem Hauptsponsor. Viele Leute unterstützen uns hierbei dankenswerterweise. Allerdings führte das auch dazu, dass wir in der Vergangenheit auch unkoordiniert gearbeitet haben», räumte Kunze ein. Abhilfe schaffen soll auch hier eine zentrale Position im Präsidium, bei der alle Fäden zusammenlaufen. «Daher haben wir beschlossen, in Reinhard Stark auch einen Beauftragten für die Vermarktung als Mitglied des Präsidiums zu kooptieren. Er kennt sich in der Turnbewegung sehr gut aus und verfügt über die entsprechenden Netzwerke. Wir hoffen, dass es uns mit seiner Hilfe gelingt, die DTL langfristig auf sichere finanzielle Füße zu stellen», erklärte Kunze.

Starks Aufgabe solle unter anderem sein, die verschiedenen Anbahnungen zu koordinieren. Er werde einen maßgeschneiderten Marketing Business Plan für die DTL erarbeiten, der unter anderem auch ganz neue Ansätze verfolgen solle. «So zum Beispiel die Einbindung von Vereinen und Ausrichtern», verriet Kunze.

In einem Punkt jedoch waren sich alle Präsidiumsmitglieder einig: «Es wird nicht genügen, dass wir nur eines der Felder IT, Öffentlichkeit und Marketing gut bestellen. Um sich dauerhaft in der Konkurrenz der großen TV-Sportarten halten zu können, müssen wir alle drei Felder gleichmäßig gut bewirtschaften. Um dann die daraus entstehenden Synergieeffekte clever und effizient zu nutzen», sagte der oberste DTL-Funktionär und fügte hinzu: «Nur so kann es uns gelingen, den Sprung vom Tellerrand der sportlichen Wahrnehmung und der dort verfügbaren kleinen Krümel zurück in die attraktive und vor allem sichere Mitte des zu verteilenden Kuchens zu schaffen».

Das Präsidium stellte in seiner Sitzung auch fest, dass das zukünftige digitalisierte Lizenzierungsverfahren weiter vorangetrieben werden konnte. «Wir gehen hier weiter Schritt für Schritt in die richtige Richtung», erläuterte Kunze. Auch die neuen Regelungen zur europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSVGO) seien in der DTL gut und rechtssicher umgesetzt worden. Geschäftsstellenleiterin Claudia Krimmer habe sich intensiv mit dieser Thematik auseinandergesetzt und die neuen Datenschutzregelungen innerhalb der DTL hervorragend eingearbeitet.

Erfreulich aus Sicht des obersten Vereinsgremiums ist auch, dass für das Jahr 2019 bereits drei potenzielle Standorte ihr Interesse an der Ausrichtung eines Bundesligawettkampfs der Frauen bekundet haben.
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