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20.07.18 / Frauen

Abteilung Frauen blickt auf turbulente Hinserie zurück

In der Bundesliga der Frauen sind drei von vier Wettkampftagen geturnt. Es war eine turbulente Hinserie. Etablierte Vereine drohten abzurutschen, Underdogs kämpften sich nach oben. Verletzungspech und personelle Ausfälle mischten zudem die Liga ordentlich auf. Abteilungsleiter Jörg Rosenkranz blickt zufrieden auf die erste Hälfte zurück. «Stuttgart wird wohl oben bleiben», stellte Rosenkranz ohne Umschweife fest.

Dass der Rekordmeister trotz erheblicher Personalsorgen alle drei Wettkämpfe für sich entscheiden konnte, spricht für die herausragende Klasse der Schwaben. Scheinbar unbeeindruckt von der Tatsache, dass in Tabea Alt und Elisabeth Seitz die zwei Topstars wegen Verletzungen bzw. Alternativterminen nicht eingreifen konnten, zog die Riege aus dem Kunstturnforum ihr Programm durch. Auch der zusätzliche Ausfall von Carina Kröll konnte nicht verhindern, dass die Rot-Weißen zur Halbzeit einsam an der Tabellenspitze ihre Kreise ziehen.

Doch langweilig wird die Liga dennoch nicht. «Interessant wird es für die folgenden Mannschaften um die drei weiteren Finalplätze,» ist Rosenkranz überzeugt. Denn Überraschungen gab es genug. Zum Beispiel TSV Tittmoning. Die Oberbayern verstärkten sich zu Saisonbeginn mit den ehemaligen Chemnitzerinnen und späteren Karlsruher Leihturnerinnen Sophie Scheder und Pauline Schäfer. Die beiden hochdekorierten Punktegaranten kamen zwar in der ersten Hälfte gar nicht zum Einsatz, verliehen dem TSV aber offenbar dennoch Flügel. Rang zwei lautete die eindrucksvolle Bilanz nach drei Wettkämpfen. Auch das TZ DSHS Köln unterstrich die stark aufsteigende Tendenz der Vorjahre und sicherte sich eine gute Ausgangsposition mit Platz drei in der Gesamttabelle.

Mit einem klassischen Fehlstart legte dagegen die TG Karlsruhe-Söllingen hin. EM-Turnerin Emma Höfeles Null-Nummer am Sprung lies die Karlsruherinnen nach dem ersten Wettkampftag auf Platz sieben landen. Doch die Badenerinnen gingen nicht baden, sondern bewiesen Kampfgeist. Mit zwei souverän geturnten Wettkampftagen brachten sie sich auf Platz vier wieder in eine aussichtsreiche Position für das DTL-Finale 2018 am 1. Dezember. Die TG Mannheim rutschte dagegen auf Rang fünf und muss nun noch einmal alles in die Waagschale werfen, um die Konkurrenz aus der Fächerstadt noch abzufangen und erneut in Ludwigsburg um den Titel zu kämpfen.

Vorjahresfinalist TSG Steglitz, die ebenfalls eine Null-Punkte Übung kassierte, findet sich auf dem siebten Platz wieder. Auch Erstliga-Newcomer Dresdner SC fehlt ohne Marlene Bindig bisher die nötige Durchschlagskraft. Mit aktuell zwei Punkten hinter Steglitz wird es in jedem Fall eng mit dem Klassenerhalt. Besser machte es da Wiederaufsteiger SSV Ulm 1846 um die Olympiateilnehmerin von 2012, Janine Berger. Die Schwaben halten sich bislang auf Rang sechs.

Die zweite Bundesliga

Die zweite Bundesliga war nicht weniger ereignisreich. Aufsteiger KTV Dortmund scheint dort der direkte Durchmarsch in die höchste Klasse zu gelingen. «Dortmund dürfte sich den Aufstieg nicht mehr nehmen lassen», glaubt auch der aufmerksame Beobachter Jörg Rosenkranz. Erstliga-Absteiger KTG Hannover hält sich wacker im Windschatten der niedersächsischen Überraschungsriege.

Neuling TG Lahn-Dill hingegen hatte einen schweren Start in die Saison. Die Turngemeinde konnte trotz eines solide geturnten dritten Wettkampftages, die Fehler der beiden vorangegangenen nicht mehr vollends ausbügeln. «Normalerweise müsste die TG Lahn-Dill gerettet sein», gibt sich Abteilungsleiter Rosenkranz in seiner Funktion als Coach von Lahn-Dill trotz Platz sieben in der Rangliste zuversichtlich.

Für Tabellenschlusslicht TSV Unterhaching ist vor dem finalen Akt kaum ein rettendes Ufer in Sicht. «Aber im Mittelfeld wird es sicher noch mal spannend», gibt Rosenkranz an. Denn dort sitzt keine Mannschaft so richtig fest im Sattel.

Die dritte Bundesliga

In der dritten Etage der DTL streben die Turnerinnen der TuG Leipzig nach höheren Aufgaben. Nach drei erfolgreichen Wettkampftagen steht der Neuling an der Spitze im Kampf um den Aufstieg. Satte zehn Punkte Vorsprung trennen die Leipziger von der zweitplatzierten TG Breisgau. «Der TuG wird seinen tollen Durchmarsch fortsetzen. Die bisher gezeigten Leistungen sind sehr gut und durchaus einem Aufsteiger auch in die 2.Liga würdig», freute sich Rosenkranz. Auch das Turn-Team Kiehn Group Lüneburg, ebenfalls Aufsteiger, hat überrascht. Nach einer Berg- und Talfahrt parken die Lüneburgerinnen in der Sommerpause letztendlich im oberen Tabellendrittel. Schlusslicht der Liga bildet dagegen der TV Braubach. «Der Abstieg für Braubach wird nicht mehr zu vermeiden sein», befürchtet Rosenkranz. Die Turnerinnen vom Rhein liegen nämlich bereits zu weit abgeschlagen hinter dem siebtplatzierten TV Herkenrath.
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1. Bundesliga Frauen

MannschaftPktGPZ
1.MTV Stuttgart52:4774,35
2.TSV Tittmoning46:10767,45
3.TG Karlsruhe-Söllingen36:20747,95
4.TZ DSHS Köln32:24736,50
5.TG Mannheim22:34715,15
6.SSV Ulm16:40706,50
7.TSG Steglitz14:42703,05
8.Dresdner SC6:50695,60