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30.10.18 / Turnen International

Deutsche Turnerinnen glücklich mit Rang acht

Sarah Voss (TZ DSHS Köln)
Das deutsche Frauen-Team (159,428) ist im Mehrkampffinale der Weltmeisterschaft in Doha über Rang acht nicht hinausgekommen, war aber dennoch überaus glücklich. Bis zum letzten Gerät lag die Mannschaft von Bundestrainerin Ulla Koch noch punktgleich mit Frankreich (161,294), sogar der vierte Platz schien zeitweise noch möglich. Am Schwebebalken jedoch zerbrachen die Hoffnungen nach Fehlern von Leah Grießer (TG Karlsruhe-Söllingen) beim Angang und Sophie Scheder (TSV Tittmoning) beim Meni-Spreiz.
Team Deutschland
«Es gab kaum Nationen, die nicht runtergefallen sind. Deswegen ist es kein Problem, es ist einfach der Schwebebalken», sagte die Bundestrainerin. Generell sei aber heute strenger gewertet worden als noch in der Qualifikation, Wertungen daher nicht vergleichbar. «Und zu hoffen, dass wir vielleicht sogar eine direkte Olympiaqualifikation hätten schaffen können, ist völlig utopisch», fügte sie hinzu.

Leah Grießer
Die Stuttgarterin Kim Bui (MTV Stuttgart) zeigte sich nach Wettkampfende äußerst emotional. «Ich habe auf der Fläche mal wieder Freudentränen vergossen, weil ich so unglaublich stolz bin, dass wir es in dieses Finale geschafft haben», verriet sie in der Interviewzone freudestrahlend. Auch die Kölnerin Sarah Voss (TZ DSHS Köln) zeigte sich vom Wettkampfgeschehen noch völlig beeindruckt. «Ich kann es noch immer nicht glauben, dass wir gerade gegen USA und Russland geturnt haben. Ich saß in der Trainingshalle und habe gedacht, oh mein Gott, Simone Biles und alle laufen direkt an uns vorbei», erzählte sie.

Sophie Scheder (TSV Tittmoning)
«Ich hatte überhaupt keinen Überblick, wer jetzt gerade führt und wie die Punktzahlen sind. Ich wusste, dass es schwierig wird, da nochmal eins draufzusetzen. Daher haben hat sich jeder nur auf seine Leistung konzentriert», erklärt Sophie Scheder. Und auch Leah Grießer war unter dem Strich dann sehr zufrieden. «Heute war nicht der perfekte Wettkampf, aber wir haben einen soliden Wettkampf geturnt und uns noch einmal als tolles Team präsentiert. Was wir auch wirklich sind», sagte die Karlsruherin.

Weltmeister-Team USA
Souveräner Weltmeister wurde trotz einiger Unsicherheiten das Team der USA (171,629) um US-Superstar Simone Biles, vor Russland (162,863) und China (162,396). Kanada (161,644) kletterte nach einer sensationellen Sprungleistung noch vom letzten auf den vierten Platz. Brasilien, das seit vier Monaten vom ehemaligen amerikanischen Cheftrainer Valery Liukin trainiert wird, kam dagegen über Rang sieben nicht hinaus.
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MannschaftPktGPZ
1.MTV Stuttgart52:4774,35
2.TSV Tittmoning46:10767,45
3.TG Karlsruhe-Söllingen36:20747,95
4.TZ DSHS Köln32:24736,50
5.TG Mannheim22:34715,15
6.SSV Ulm16:40706,50
7.TSG Steglitz14:42703,05
8.Dresdner SC6:50695,60