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01.11.18 / Turnen International

Biles gewinnt den vierten Mehrkampftitel, Seitz auf Rang 21

Elisabeth Seitz
Die Finals bei den Weltmeisterschaften in Doha bringen dem deutschen Turnteam weiterhin kein Glück. Auch in der Mehrkampfentscheidung der Frauen am Donnerstag lief im Wüstenstaat nicht alles glatt. Als letzte Turnerin an ihrem Auftaktgerät Balken stürzte Elisabeth Seitz vom MTV Stuttgart gleich zweimal. «Ich habe im Training Übungen geturnt, wo ich jedes Teil perfekt gestanden bin. Hilft mir natürlich nicht viel, wenn ich es im Wettkampf nicht zeige. Vielleicht war es eine Verbissenheit, die so entstanden ist, dass mir die Lockerheit am Balken gefehlt hat, die mir nach dem Balken plötzlich wieder zugeweht ist», sagte sie.

Elisabeth Seitz (MTV Stuttgart)
Von dort an startete die Stuttgarterin eine bravouröse Aufholjagd, die sie vom Boden (12,866/D:4,7) über den Sprung (13,700/D:4,6) bis hin zum Stufenbarren (14,600/D:6,2) führte. «Von da an lief es wunderbar. Mehr kann ich aktuell da nicht rausholen. Ich habe gezeigt was ich kann», sagte sie. Ihre 51,566 Punkte reichten inmitten der absoluten Weltelite am Ende dennoch nur für Rang 21. Für das Stufenbarrenfinale am Freitag jedoch konnte die deutsche Mehrkampfrekordmeisterin noch einmal Selbstvertrauen an ihrem Paradegerät tanken. «Ich habe gemerkt, ich bin topfit am Barren, ich habe keiner Probleme mit meiner Übung. Hoffentlich kann ich das morgen genau so umsetzen. Der Aufregungspegel steht auf höchster Stufe steht. Dass muss ich natürlich unter Kontrolle bringen», sagte sie.

Simone Biles (USA)
Ihre turnerische Überlegenheit demonstrierte einmal mehr die US-Amerikanerin Simone Biles. Am Ende reichten der 21-Jährigen 57,491 Punkte, um zum vierten Mal den Weltmeistertitel mit nach Hause zu nehmen. Daran konnten die Texanerin weder ihre Nierenstein-Probleme noch diverse Wackler am Balken (13,233/D:6,2) oder eine Landung auf dem Hosenboden am Sprung hindern, wo sie trotz des Malheurs noch 14,566 (D:6,4) Punkte mitnahm. «Ich bin heute trotzdem mehr enttäuscht als glücklich. Das, was ich heute gezeigt habe, ist definitiv nicht die Turnerin, die ich bin. Es nervt mich einfach, dass ich so schlecht war. Du musst so einen Titel verdient haben», ließ sie im Interviewbereich tiefe Einblicke in ihr seelisches Innenleben zu. Das Abspecken ihrer Übungen sei ihr nie in den Sinn gekommen. «Selbst an Tagen wie diesen will ich nichts verwässern. Ich hatte schon vorher Stürze, wie diesen. Aber gerade dann will ich rausgehen und zeigen, was für ein Wettkämpfer ich bin». Rund 1,7 Punkte hinter Biles landete die Japanerin Mai Murakami (55,798) auf Platz zwei, Dritte wurde Biles Teamgefährtin Morgan Hurd (55,732).
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