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30.11.18 / Männer

Rekordmeister gegen Altmeister im Duell um Platz drei

Haarscharf ist der SC Cottbus am großen Finale vorbeigeschrammt. Dabei hatten es die Lausitzer am letzten Wettkampftag in der eigenen Hand gehabt. «Es ist ein bisschen dumm gelaufen, dass wir in diesem Wettkampf mit unseren Gastturnern nicht aus dem vollen schöpfen konnten», bedauert Kapitän Lukas Gallay. «Aber so ist es nun mal. Saisonziel war das Finale. Das haben wir ja bereits erreicht. Was auch immer jetzt in Ludwigsburg passiert, ist in jedem Fall eine Zugabe», findet Gallay. Schließlich sei man lange Jahre nicht im Finale gewesen. «Da wollen wir natürlich jetzt die Gelegenheit nutzen und auch nicht als Verlierer aus der Halle gehen», betonte er.

Druck empfinden die Cottbuser allerdings nicht. «Wir gehen entspannt in den Wettkampf. Für die meisten Jungs ist es ohnehin eine neue Erfahrung», erklärte er. Da ist es gut, dass in Cottbus neben dem erfahrenen Christopher Jursch auch internationale Gelassenheit mit am Start ist. Der Ukrainer Igor Radivilov, der Zypriote Marios Georgiou und der Brasilianer Francisco Barretto Junior haben bereits große Erfahrungen auf der Weltbühne des Turnsports und dürften nicht so leicht zu beeindrucken sein.

Das auch Gegner TG Saar in Oleg Verniaiev und Nikita Nagornyy zwei absolute Top-Athleten an den Start schickt, hat man in Cottbus auf der Rechnung. «Das sind zwei Weltklasseturner. Da wird es viel auf taktische Dinge ankommen», vermutet der Mannschaftskapitän. «Stabilität und Sauberkeit» seien gefragt.

Den Start der beiden Mehrkampf-Giganten bestätigte Thorsten Michels von der TG Saar. «Oleg und Nikita werden mit dabei sein. Aber auch der Rest unseres Kader ist fit. Wir werden in Ludwigsburg eine schlagkräftige truppe zusammen haben», versprach er. Das kleine Finale sieht Michels als «versöhnliches und positives Ende» einer Saison, die aufgrund von Verletzungsproblemen äußerst holprig begann. «Mitdem dritten Platz wäre es sogar ein gelungenes Jahr geworden», sagte er. Denn die Bronzemedaille wollen die Turner ihrem scheidenden Trainer Viktor Schweizer widmen, der in den wohlverdienten Ruhestand geht.

Selbstbewusstsein hin oder her, einfach wird die Aufgabe der TG Saar in keinem Fall werden. «Sicher ist gar nichts. Der SC Cottbus ist definitiv harter Gegner. Die haben eine junge, super Truppe, die ist hoch mptoviert. Das sind hungrige Jungs, wir mussten das bereits in unserem Heimkampf gegen sie in Dillingen erfahren», erinnert sich Michels nur ungern an die Heimniederlage. Cottbus sei zudem die stärkste Sprungmannschaft der Liga. «An diesem Gerät wird es für uns darauf ankommen, nicht zuviel zu verlieren. Denn am Pauschenpferd und am Boden sollten wir leichte Vorteile haben», glaubt Michels.

Trotz des starken Auftritts des SCC im Saarland sieht der TG-Verantwortliche sein Team in Ludwigsburg am Ende um eine Nasenspitze vorne – wenn alles glattgeht. «Ganz einfach, weil wir stärker besetzt sind als Frühjahr», hat er ausgerechnet. Den Rest sollen dann die Fans aus dem Saarland erledigen. Zwei Busse werden in jedem Fall mit nach Ludwigsburg reisen. «Wir werden ein kleine, aber feine Fanbase haben, die uns den Rücken stärkt», versprach Michels.
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