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10.03.19 / Männer

Rekordmeister Cottbus lässt Vinnhorsts Festung fallen

Ausverkauftes Haus, prächtige Stimmung, der TuS Vinnhorst ist auch was die Kulisse angeht in der Erstklassigkeit angekommen. «Die Vinnhorster haben die Chance wahrgenommen, Bundesligaturnen zu sehen und waren alle vor Ort», freute sich Teammanager Steffen Rüter über den positivsten Aspekt des Abends. Unter den Augen der Turnerinnen und Trainer von Frauen-Bundesligist KTG Hannover konnte die rot-blaue Riege ihren Fans mit der 27:42-Niederlage gegen Rekordmeister SC Cottbus zum ersten Mal seit 2015 allerdings keinen Heimsieg zum Auftakt bieten, was die TuS-Verantwortlichen betrübte. Da half auch die Schützenhilfe von Glenn Trebing vom nächsten Gegner TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau nichts, der nach seiner Achillessehnen-OP an Krücken nach Vinnhorst gereist war, um seinen Zwillingsbruder Lewis zu unterstützen.

«Wir hatten wieder viele Fehler, noch mehr als die Woche zuvor. Und somit hatten wir auch keine Chance gegen Cottbus», räumte Rüter ein und tat sich schwer, dem Abend auch sportlich schöne Aspekte abzugewinnen. «Das Gute daran ist, wir haben gestern vier Geräte gewonnen. Das sind zwei Geräte mehr als Cottbus. Wenn man vier Geräte gewinnt und den Wettkampf trotzdem verliert, dann ist es kein guter Wettkampf. Das muss man so klar festhalten», zeigte sich der Teammanager enttäuscht.

Richtig unter die Räder kamen die Niedersachen am Barren. Dort offenbarten sie mit 0:16 ihre größte Schwäche. «Das ist sehr ärgerlich. Es gab auch sehr deutliche Worte hinterher in der Kabine. So kann man sich nicht vor heimischen Publikum präsentieren», sagte Rüter. In Vinnhorst will man nun noch einmal genauer hinschauen und analysieren, warum es gerade am Barren so schlecht lief. «Entweder die Jungs turnen im Moment noch zu schwer, dann müssen wir ein paar Dinge rausnehmen. Das glaube ich aber nicht. Also müssen wir in der Pause, die wir jetzt zur Verfügung haben, das Training intensivieren und dann klappt das schon», hofft der Teammanager.

Ausgerechnet die angesprochene Fehlerquote der Gastgeber erschwerte die Vorbereitung für den SC Cottbus. «Wir hatten die Ausgangswerte von Vinnhorst gesehen und die waren sehr stark. Allerdings haben wir auch gesehen, dass im ersten Wettkampf Fehler passiert sind. Deswegen war es schwer einzuschätzen», verriet Kapitän Lukas Gallay, dessen Teamgefährten daher von vorneherein auf alles gefasst waren. «Wir hatten auch damit gerechnet, dass wir an den ersten Geräten in Rückstand geraten könnten», sagte er.

In der Tat ging der Boden verloren, doch schon am Pauschenpferd griff die Fehlerminimierungs-Strategie der Lausitzer. An den Ringen war zwar aufgrund der deutlich schwächeren Besetzung für Gallay und seine Riege nicht viel zu holen. Aber dennoch konnte der Rekordmeister eine knappe 20:18-Führung mit in die Pause retten. Der Plan, den Sprung ausgeglichen zu gestalten, ging mit dem Verlust der Führung nur teilweise auf. «Wir wussten aber, dass wir an Barren und Reck deutlich stärker aufgestellt sind», sagte Gallay.

Und der SC Cottbus bewies auch in der Holmengasse die nötige Nervenstärke. «Das 16:0 am Barren hat uns dann natürlich voll in die Karten gespielt. Wir haben hintenraus noch taktisch gut gesetzt und somit ist auch nichts mehr angebrannt», erzählt Gallay, der für sein Team unter dem Strich «auf alle Fälle einen gelungenen Saisonstart» bilanzierte.
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