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10.03.19 / Männer

TG Saar erwischt fast perfekten Start

Mit einer Woche Verspätung startete am Samstag auch die TG Saar in die neue Saison. Mit 60:20 Punkten ließen die Saarländer auch unter ihrem neuen Trainer Eugen Spiridonov keinen Zweifel, dass sie in der laufenden Saison ein ernsthaftes Wörtchen um die Titelvergabe mitreden wollten. «Es war ein schöner Einstand nach Maß, das muss man so sagen», zeigte sich Thorsten Michels trotz eines verlorenen Gerätes mit dem Auftakt vor 500 Zuschauern sehr zufrieden. Kritisch betrachtet, fand Michels, sei natürlich noch Potenzial nach oben vorhanden. «Von 24 geturnten Übungen sind sechs Übungen in die Hose gegangen. Das ist, wenn man es knallhart analysiert, ein Viertel der Übungen, die im Eimer sind», stellte er nüchtern fest.

Viel wichtiger aber war für Michels allerdings, dass die drei Neuzugänge in die Riege gut integriert wurden. «Es hat ihnen sichtlich Spaß gemacht, in Dillingen zu turnen», sagte er. Besonders viel Freude machte ihm dabei Lukas Dauser. «Er hatte vier Einsätze und hat vier gute Übungen geturnt. Boden und Pferd waren sogar richtig stark», fand Michels. Auch Routinier Sebastian Krimmer erfüllte die Erwartungen der Verantwortlichen voll. «Sebastian hat mit einer sehr guten Pauschenpferdübung auch einen schönen Einstand gefeiert. Am Reck war es erste Übung seit seiner Schulter-OP», erklärte Michels. Noch ein wenig Luft sah er dagegen bei Florian Lindner. «Er hat etwas Pech gehabt. Vielleicht wollte er einfach ein bisschen zuviel. An den Ringen beim Abgang aufgegriffen, am Reck beim Abgang gesessen», sah Michels da noch Verbesserungsmöglichkeiten.

Nicht vorgesehen war auch der Punktverlust am Reck. Dort konnte der Aufsteiger aus Neu-Ulm überraschend Gerätepunkte entführen. «Am Schluss hat sich Pfuhl wahnsinnig über die Gerätepunkte am Reck gefreut. Insofern waren beide Mannschaften am Ende sehr zufrieden mit dem Wettkampf», sinnierte Michels. «Es sind noch ein paar Sachen, die wir in den nächsten vier, fünf Wochen bis zum Wettkampf gegen Singen noch abstellen müssen», sagte er.

Dass in diesem Jahr gleich drei Aufsteiger auf dem Plan stehen, ist auch für den alten Hasen Michels ungewohnt. «Es ist eine ganz neue Situation. Man kennt nicht alle Namen, man kennt nicht den Turner, der zum Namen gehört, man muss eben zuerst mal schauen und ausprobieren. Eine echte taktische Marschroute legt man sich in so einem Wettkampf nicht zurecht», verriet er.

Leo Vepa auf Seiten des TSV Pfuhl war mit dem Abschneiden seines Teams auch sehr zufrieden. «Wir sind natürlich froh, dass wir aus dem Saarland ein bisschen was mitnehmen konnten», sagte er. Der Erfolg am Reck hat nicht nur Vepa, sondern den ganze TSV überrascht. «Der Trainer hat am Anfang auch gar nicht realisiert, wie wenig die ganze Zeit gefehlt hat, um das Gerät gewinnen zu können. Alle Turner hatten sich nur auf ihre Aufgaben konzentriert», verriet Vepa. «Denn eigentlich hatten wir uns am Boden mehr Chancen ausgerechnet. Aber die TG Saar hat das dort ganz souverän nach Hause geschaukelt», sagte er.

Denn die TSV-Riege sei auch an diesem Wochenende noch ein bisschen dezimiert und angeschlagen gewesen. «Aber wir wollten im Saarland vor allem unsere Sachen zeigen. Von diesem Punkt her gesehen war alles ganz ok», sagte er. Denn als Nächstes geht es am 27. April für Pfuhl in das große Duell um den Abstieg gegen Singen. «Und darauf gilt es sich jetzt vorzubereiten und zu fokussieren», forderte Vepa. Die Pause bis dahin sei im Normallfall zwar eher kontraproduktiv. Für den Aufsteiger kommt sie jedoch gerade recht. «Denn bei uns ist es so, dass wir im Moment ein paar Turner mit Blessuren haben. Für uns ist sie daher eher förderlich», findet er.
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