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26.04.19 / Männer

Spannende Konstellation vor dem 3. Wettkampftag der Bundesliga

Der dritte Wettkampftag der Bundesliga verspricht am Samstag drei richtungsweisende Duelle. Zum einen muss der Tabellenzweite TG Saar beim Rekordmeister SC Cottbus an die Geräte (16:00 Uhr). Der Sieger aus dem Duell der beiden punktgleichen Verfolger von Tabellenführer KTV Straubenhardt macht einen wichtigen Schritt in Richtung DTL-Finale am 30. November in Ludwigsburg.«Das ist eine gute Truppe. Wenn die einen guten Tag erwischen, haben die ein sehr großes Potenzial. Das wird kein Spaziergang, sondern ein hartes Stück Arbeit», warnte Thorsten Michels von den Gästen aus dem Saarland. Sicherheitshalber greifen die daher auf Nikita Nagornyy zurück, der zuletzt sein Topform bei den Europameisterschaften in Stettin/Polen unter Beweis stellte. Verzichten muss die TG erneut auf Felix Remuta, dessen Verletzung einen Einsatz nicht zulässt. «Und bei dieser Sprungsituation auf den deutschen Meister am Sprung verzichten zu müssen, ist natürlich nicht so toll», räumte Michels ein.

In der Lausitz stapelt man erst einmal tief. «Wir halten Ball erst einmal extrem Flach, denn wir wissen, dass sich Saar in dieser Saison extrem verstärkt hat», sagte Mannschaftskapitän Lukas Gallay. Zudem seien viele Turner im Training gerade in einer Lernphase. «Natürlich werden wir versuchen, den Wettkampf so lange wie möglich offen zu halten. Aber die Jungs wollen natürlich auch ihre neuen Sachen im Wettkampf ausprobieren. Und da ist natürlich immer auch ein Stück Risiko dabei», erklärte Gallay. Als Gastturner werden wie zuletzt wieder Igor Radivilov und Marios Georgiou mit von der Partie sein. Der Brasilianer Francisco Carlos Barretto Junior wird aufgrund der Olympiavorbereitung dagegen wohl in der laufenden Saison nicht mehr zur Verfügung stehen.

Spitzenreiter Straubenhardt selbst muss in der Dreifachturnhalle Giersberg beim Siegerländer KV punkten (17:00 Uhr), der sich zum Ziel gesetzt hat, den Schwarzwäldern zumindest wichtige Gerätpunkte abzujagen. Unterstützung bekommt die SKV dabei von den beiden Gastturnern Courtney Tulloch und Joe Fraser. Beim Tabellenführer aus Straubenhardt muss man dagegen auf Pascal Brendel (Juniorenländerkampf) sowie aufgrund der Jahresplanung auf Daniel Wörz, Lucas Herrmann und Brian Gladow verzichten. «Es wird nicht einfach, dass muss man so ehrlich sagen. Da müssen wir erst einmal großen Respekt an den Tag legen und unser Zeug durchbringen, damit wir dort gewinnen können», sagte KTV-Trainer Steve Woitalla, der nach der Position des sportlichen Leiters zu Saisonbeginn nun auch noch das Amt des Mannschaftsführers vom zurückgetretenen Heiko Hagenbucher übernommen hat. «Experimente» oder gar «Lerntraining für die Weltmeisterschaften» werde es im Siegerland keine geben, versicherte der KTV-Coach. «Wir müssen mit vernünftigen Übungen agieren, um dort zu gewinnen», betonte er.

Doch auch bei der SKV ist noch nicht alles im grünen Bereich. So wird am Wochenende unter anderem Dario Sissakis schmerzlich vermisst. «Er ist aber konditionell noch nicht in der Verfassung, dass er einen Wettkampf turnen kann. Wir müssen versuchen, das kompensieren», sagte Bernd Krombach. Das sei zwar aufgrund der fehlenden Schwierigkeitswerte kaum möglich, aber die Flinte ins Korn werfen werde man deswegen nicht. «Wir werden von Gerät zu Gerät schauen, was geht», erklärte er.

Der TSV Pfuhl (18:00 Uhr) könnte sich mit dem Heimvorteil im Rücken im direkten Aufsteigerduell gegen den StTV Singen zwei - eventuell entscheidende - Punkte gegen den Abstieg sichern. Hilfestellung bei dieser Aufgabe gibt es für das jüngste Team der Liga direkt von Weltmeister Dmitri Lankin, der beitragen soll, die nötigen Zähler für den Klassenerhalt sicherzustellen.«Aber es geht immer noch darum, Spaß in der Bundesliga zu haben. Das Leben hängt von einem Sieg nicht ab», versicherte Singens Coach Axel Leitenmair. Doch um den «Spaßfaktor» zu erhöhen haben die Badener haben aufgerüstet, in Nikita Ignatyev und Alexandr Chicherov zwei russische Topturner in ihre Reihen aufgenommen. Am vergangenen Wochenende bereits musste Topfavorit TG Saar in Singen bis zum letzten Gerät zittern. In Singen hat man an den Gegner aus Pfuhl nur gute Erinnerungen. «Wir haben gegen die noch nie verloren. Es gibt zwar immer mal wieder Serien, die reißen können. Ich hoffe aber, dass das am Wochenende nicht der Fall sein wird. In jedem Fall wird es aber eine enge Kiste», ist Leitenmair überzeugt.

Auch Finalkandidat TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau muss beim Aufsteiger TuS Vinnhorst dringend Punkte sammeln, soll das Ziel DTL-Finale in diesem Jahr nicht in Gefahr geraten. Allen voran sollen am Sonntag am Sonntag (14:00 Uhr) Olympiaheld Andreas Toba und Russlands Doppel-Weltmeister Artur Dalaloyan die Punkte von den heimstarken Niedersachsen entführen. «Alle Mann sind mit an Bord. Ich glaube, wir sind gut aufgestellt», ist Wetzgaus Trainer Paul Schneider überzeugt. «Vinnhorst ist ein Aufsteiger, der sich sehr gut verstärkt hat. Aber wenn alle unsere Turner ihre Übungen sauber durchturnen, dann haben wir einen kleinen Vorteil», glaubt er.

In Vinnhorst sieht Steffen Rüter die Gäste aus dem Schwäbischen als ganz besonderen Gegner. «Ganz einfach, weil in Andreas Toba und Glen Trebing gleich zwei Hannoveraner Turner in ihren Reihen stehen», erklärte er. Auch in Niedersachsen hat man nachgerüstet, will vor allem Schwachpunkte am Pauschenpferd eliminieren. Diese Aufgabe soll der Russe Vladislav Poliashov üebrnehmen, der bei der EM in Stettin zuletzt Bronze an diesem Gerät gewonnen hat. «er wird am Sonntag zum Einsatz kommen», bestätigte Rüter. Dennoch siehe man sich keineswegs in einer Favoritenrolle. «Wir sind ein Aufsteiger und müssen deswegen erst einmal kleine Brötchen backen», betonte er. Unterstützt wird Vinnhorst wieder von einem ausverkauften Haus. «Denen wollen wir natürlich wieder ein Spektakel bieten. Wir wissen aber auch, dass wir es mit einem sehr starken Gegner zu tun haben. Aber wir wissen auch um unsere Stärken und wir turnen zuhause. Von vorneherein geschlagen geben werden wir uns jedenfalls nicht», unterstrich Rüter. Und in ihrer Sportgaststätte werden die Niedersachsen sogar all denen ein Public Viewing anbieten, die sich keine Karte mehr organisieren konnten.
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1. Bundesliga Männer

VereinWKGPDiffPkt
1KTV Straubenhardt332:4+286:0
2TG Saar328:8+206:0
3TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau323:13+104:2
4SC Cottbus314:22-84:2
5Siegerländer KV312:24-122:4
6TSV Pfuhl39:27-182:4
7TuS Vinnhorst317:19-20:6
8StTV Singen39:27-180:6

1. Bundesliga Frauen

MannschaftPktGPZ
1.MTV Stuttgart28:0404,50
2.TG Karlsruhe-Söllingen22:6387,25
3.TSV Tittmoning20:8381,95
4.SSV Ulm14:14373,00
5.TG Mannheim14:14369,80
6.TZ DSHS Köln8:20358,20
7.KTG Hannover6:22360,95
8.TSG Steglitz0:28314,40