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01.10.19 / Turnen International

Besser als Gold: Biles will mit ihrem «Biles» Turngeschichte schreiben

Nach Lage der Dinge wird Rekordweltmeisterin Simone Biles nach den Turn-Weltmeisterschaften in Stuttgart vom 4. bis 13. Oktober einem Übungsteil ihren Namen verliehen haben, von dem andere dachten, dass niemals eine Frau es würde turnen können. Die Rede ist vom spektakulären «Triple-Double», dem gehockten Doppelsalto mit drei Schrauben, den die 22-jährige US-Amerikanerin bereits bei den US-Meisterschaften in Kansas City erfolgreich zeigte. «Ich fühle mich ziemlich sicher damit und ich bin ziemlich aufgeregt, ihn auch hier zu zeigen», sagte sie am Dienstag in einem Pressegespräch vor dem WM-Auftakt.

Ob sie die Karte «Triple-Double» bereits in der Qualifikation oder erst in einem der Finalwettkämpfe spielen wird, ließ die Texanerin allerdings noch offen. Soll das Übungsteil jedoch für immer ihren Namen tragen, muss Biles nach den Regeln des Internationalen Turnverbands (FIG) ihn auch bei den Weltmeisterschaften erfolgreich zeigen. Und das, sagte sie, sei ihr sogar noch wichtiger als Medaillen. «Ich haben den Triple-Double schon for zwei Jahren im Training probiert und damit gespielt», verriet sie noch. Trainer Laurent Landi habe ihr dann den Mut und das Selbstvertrauen gegeben, das Teil auch im Wettkampf zu zeigen.

NEUES AUCH AM SCHWEBEBALKEN

Auch am Schwebebalken wartet die Mehrkampfweltmeisterin mit neuen Höchstschwierigkeiten auf. Dort wird sie einen «Double-Double», also einen Doppelsalto mit zwei Schrauben als Abgang zeigen. «Den 'Double-Double' am Schwebalken habe ich schon gemacht, als ich noch jünger war. Aber ich habe nie gedacht, dass ich den irgendwann einmal in einem Wettkampf turnen werde», sagte sie. «Doch hier sind wir nun. Und es fühlt sich alles noch nicht so ganz real an».

Bereits 14 Mal erturnte sich Biles eine Goldmedaille bei Weltmeisterschaften. Druck, immer an dieser Leistung gemessen zu werden, empfindet sie auf dem Weg zu ihrem fünften Mehrkampftitel im Unterschied zu vorherigen Welttitelkämpfen nach eigener Einschätzung aber nicht mehr. «Ich habe diese Erwartungshaltung von außen diesmal nicht an mich herangelassen. Ich versuche einfach jedes Jahr besser zu sein, als das Jahr zuvor», sagt sie. Biles wirkte locker und gelöst, Fragen außerhalb des Turnens will sie allerdings vor den Wettkämpfen nicht beantworten. Missbrauchsskandal im US-Team und Mordanklage gegen den eigenen Bruder scheinen nach außen hin keine Spuren hinterlassen zu haben.

Ohnehin sei vieles anders als früher. «Als ich 2013 zur WM gefahren bin, war ich ein Neuling und hatte keine Ahnung, was mich erwarten würde. Und jetzt, 2019, habe ich eine Menge Erwartungen in mich selbst, meinem Namen gerecht zu werden», sagte sie. Auch aus diesem Grund fühle sich diese WM auch anders an als viele ihrer Vorgänger. «Aber es ist dennoch aufregend, sich selbst und mein Land zu repräsentieren und hoffentlich das Beste aus meinen Fähigkeiten herauszuholen», findet sie.

...UND OKSANA CHUSOVITINA?

Wie lange sie auf diesem Level noch turnen will? Solange etwa, wie die Usbekin Oksana Chusovitina, die sich mit 44 Jahren in Stuttgart für ihre achten Olympischen Spiele qualifizieren will? «Sie macht den Mehrkampf?», fragt sie etwas ungläubig. «Oh... sie ist wirklich tapfer. Ich werde das definitiv und glücklicherweise nicht machen bis ich 44 Jahre alt bin», sagte sie auch hier mit einer Überzeugung, die keinerlei Zweifel zulässt.
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