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06.10.19 / Turnen International

Deutsche Männer halten olympische Flamme am Brennen - Russland führt

Das deutsche Männerteam hat bei den Weltmeisterschaften einen begeisternden Wettkampf abgeliefert. Hinter Russland (217,129), Taiwan, Spanien und Brasilien reihten sich die Jungs von Bundestrainer Andreas Hirsch mit 246,508 Punkten nach dem ersten Qualifikationstag als Fünfte ein. Damit können sie sich sogar noch Hoffnungen die Olympiaqualifikation für Tokio 2020 machen. Das Teamfinale von Stuttgart hängt bei der deutschen Männerriege allerdings - wie schon in den vergangenen beiden Tagen bei den Frauen - am seidenen Faden.

Lukas Dauser sorgte gleich zu Beginn für die richtige Stimmung im Publikum. Der 26-Jährige setzte sich mit 15,033 Punkten (D: 6,3) an die Spitze des Barrenfeldes. Mit Andreas Toba begann die Halle dann zu kochen. Sein Adrenalin brachte viel Höhe beim Abgang zum Doppelsalto rückwärts gebückt. Ein sehr großer Schritt verhinderte gerade noch einen Sturz, trotzdem gab es für den Turner vom TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau noch 13,800 (D: 5,3) Zähler zu verbuchen. Karim Rida vergriff sich bei seiner WM-Premiere einmal, kam mit seinen 12,233 (D: 4,7) noch einmal mit einem blauen Auge davon. Philipp Herder turnte durch, fiel allerdings beim Abgang brachte aber dennoch 13,166 (D: 5,8) Zähler in die Gesamtwertung mit ein.

Mit 41,999 Punkten auf dem Team-Konto ging es danach weiter zum Reck. Am Königsgerät packten die deutschen Jungs dann sogar noch einen drauf: Youngster Karim Rida (13,400/D: 4,8) zog sein Programm durch, als sei er schon seit Jahren mit dabei. Philipp Herder (13,566/D: 5,2) legte ohne Nerven eine Prachtübung nach, Doppel-Tsukahara Abgang in den Stand mit eingeschlossen. Auch bei Andreas Toba (13,616/D: 5,8) lief es perfekt. Der Hero de Janeiro ließ sich anschließend vom Publikum für seine Übung feiern. Lukas Dauser schloß mit 13,700 (D: 5,4) Punkten einen überaus sauberen Durchgang ab.

Am Zittergerät der deutschen Männer, dem Pauschenpferd, sollte sich dann die Richtung entscheiden. Zunächst lief auch alles glatt: Andreas Toba (13,566/D: 5,7) lieferte sein Programm ebenso wie Karim Rida (12,966/D: 5,5) ab. Lukas Dauser (12,266/D: 5,0) jedoch kam beim Abgang in ziemlich stürmische See, hatte große Probleme seine Übung zu Ende zu bringen. Philipp Herder musste als letzter Turner dann auch noch ganz vom Gerät (11,800/D: 5,0). An den Ringen legte Karim Rida 13,100 (D: 4,7) Punkte vor. Philipp Herder (13,133/D: 5,1) hatte anschließend leichte Probleme bei einem Handstand, beendet die Übung aber gut. Als drittem Turner gelang Andreas Toba, der einen bombenstarken Wettkampf turnte, auch an den Ringen so ziemlich alles auf den Punkt (14,000/D: 5,8). Herr der Ringe im deutschen Team ist Abschlussturner Nick Klessing (14,566/D: 6,0), der mit seinem Dreifachssalto-Abgang genau in den Stand das Stuttgarter Publikum von den Sitzen reißt.

Zur deutschen Zielgerade wurde die Anlauf Bahn am Sprung. Karim Rida (13,566/D:4,8) landete als erster Turner leicht außerhalb der Landezone, Nick Klessing (13,100/D: 5,2) konnte den Roche danach nicht in den Stand bringen. Ein großer Schritt auch bei Andi Toba (14,166/D: 5,2) nach dem Kasamatsu mit 1,5 Schrauben, aber er steht. So waren alle Augen und Hoffnungen auf Philipp Herder (13,766/D: 5,2) gerichtet. Und der lieferte: den Roche! Sehr tief gelandet zwar, doch er drückte sich hoch was das Zeug hielt - am Ende kein Sturz und ein vorläufiges Happy End für das deutsche Männerteam.

Spitzenreiter blieb jedoch nach der Hälfte der insgesamt acht Qualifikationsrunden das Team Russlands mit 259,928 Punkten. Gefolgt von --- Taiwan! Die Mannschaft von der Insel turnten in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle den Wettkampf ihres Lebens. Genau 250,093 Punkte standen am Ende zu Buche, ein Meilenstein im Vergleich zu den 238,195 Zählern, die sie im Vorjahr in Doha/Katar als Siebzehnte abgerufen hatten. Der Leistungssprung Taiwans hat einen Namen: Sadao Hamada. Der japanisch-amerikanische Coach hatte zuvor erfolgreich einige Jahre lang die Stanford University in der amerikanischen College League angeführt. Ein Kopf-an-Kopf Rennen lieferten sich auch Italien und Frankreich, das die Stiefel-Turner am Ende mit 0,869 Punkten für sich entschieden. Die Türkei (244,652) und Kasachstan (243,897) werden mit dem Teamfinale wohl am Ende nichts mehr zu tun habe.
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