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19.09.07 /

Turn-Team sorgt für "Turnfieber" in Deutschland

Eine Bilanz zur EnBW Turn-WM™
Die Erfolge des Turn-Team Deutschland bei den EnBW Turn-Weltmeisterschaften™ Stuttgart 2007 beflügelten die Fortsetzung der WM-Begeisterung in Deutschland. Insgesamt 80.000 Besucher bei den Turn-Wettkämpfen in der Stuttgarter Hanns-Martin-Schleyer Halle boten eine begeisternde Kulisse für das Turn-Team Deutschland, aber auch für die internationalen Turnerinnen und Turner.

Die Dramaturgie der Turn-Wettkämpfe aus deutscher Sicht hätte kein Regisseur besser planen können: zunächst in den Qualifikationswettkämpfen der ersten Tage nach 16 Jahren Abstinenz die Olympia-Qualifikation der Turnerinnen mit Platz zehn, der Männer mit Platz drei und zudem die Teilnahme an fast allen Finalwettkämpfen. Am zweiten Finaltag die sensationelle Bronze-Medaille des Turn-Team Männer, dann am nächsten Tag mit Marie-Sophie Hindermann (Platz 14) und Anja Brinker (Platz 18) zwei Nachwuchsturnerinnen unter den 24 Weltbesten im Mehrkampf-Finale. Philipp Boy (Platz 18) und Fabian Hambüchen ebenfalls im Mehrkampf-Finale, das Hambüchen nach einer sensationellen Aufholjagd mit der Silbermedaille krönt.

Schließlich am vorletzten Finaltag Spannung mit Marie-Sophie Hindermann (Platz fünf am Stufenbarren) und Oksana Chusovitina (Platz sechs am Sprung) in den Gerätfinals. Am letzten Wettkampftag erreichte Fabian Hambüchen am Sprung Platz sechs und setzte als letzter Starter am Reck mit dem Weltmeistertitel vor den Augen von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble und DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach die Krone auf eine Turn-WM, die in der Halle und vor den TV-Bildschirmen im ganzen Land Begeisterung für das Turnen auslöste.

„Unser Veranstaltungskonzept für die EnBW Turn-WM™ 2007 ist voll aufgegangen“, zog DTB-Präsident Rainer Brechtken zufrieden Bilanz, „denn der sportliche Erfolg und das sympathische Auftreten unseres jungen Turn-Team Deutschland hat das Turnen in der öffentlichen Wahrnehmung in Deutschland ein erhebliches Stück vorangebracht.“ So sieht sich der DTB-Präsident denn auch bestätigt in den Bemühungen der DTB-Verbandsführung, durch Satzungs- und Strukturänderungen in den vergangenen Jahren eine Professionalisierung im olympischen Spitzensport erreicht und mit der kontinuierlichen Umsetzung des DTB-Spitzensportkonzeptes den Weg für die Zukunft geebnet zu haben.

Das im Jahr 2004 mit den DTB-Landesverbänden beschlossene DTB-Spitzensportkonzept „Olympischer Spitzensport 2012“ setzt auf eine konzentrierte Talentsichtung und Talentförderung mit regionalen Turn-Talentschulen und DTB-Turnzentren inklusive einem gezielten Aufbau bis zur Nationalmannschaft. „Wir brauchen eine Breite in der Spitze, um mittelfristig internationale Erfolge in unseren olympischen Programmsportarten erzielen zu können“, so der DTB-Präsident zum Kern der DTB-Planungen, die in der Zielsetzung die Erringung von Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften sowie Olympischen Spielen vorsehen. Nach dem Erfolg der WM im eigenen Land verspricht sich der DTB-Präsident eine zusätzliche finanzielle Unterstützung, um die für Peking 2008 und bis London 2012 gesetzten Ziele erreichen zu können.

Aber nicht nur das sportliche Abschneiden des Turn-Team Deutschland machten für den DTB den Erfolg der EnBW Turn-WM™ 2007 im eigenen Land aus. Der DTB hatte sich zum Ziel gesetzt das Erscheinungsbild der Stadt zu prägen, die WM in die Innenstadt zu holen und seine Dachmarken „Turnen!“, „GYMWELT“ und „Kinderturnen“ für alle erlebbar zu machen. Mit der Einbeziehung des „Kinderturn-Parks“ rund um die Wettkampfhalle und der „GYMWELT“ am Schlossplatz in der Stuttgarter Innenstadt ist es dem DTB gelungen, die Klammer vom Spitzensport zum Kinderturnen und zum Freizeit- und Gesundheitssport im Turnverein zu schließen. Rund 30.000 Kinder tummelten sich im Verlauf der WM-Woche im Kinderturn-Park und Tausende von Innenstadt-Besuchern fanden sich tagsüber rund um die Bühne der „Medal Plaza“ ein, um Vorführungen und Mitmachangebote wahrzunehmen und am Abend bei der Siegerehrung die Medaillen-Vergabe zu bejubeln. So konnten um Hauptbahnhof und Schlossplatz rund 1,5 Millionen Menschen mit dem Thema Turnen in Verbindung gebracht werden.

„Wir haben bewusst die öffentliche Wahrnehmung der WM mit dem Kinderturnen in Verbindung gebracht“, so Rainer Brechtken, “weil wir auf die Bedeutung von Bewegung für die körperliche und geistige Entwicklung unserer Kinder aufmerksam machen wollten.“ So hatte die grandiose Eröffnungsshow der Turn-WM, gestaltet vom bekannten Regisseur Enno Ilka Uhde, das Thema „Kinder“ als Schwerpunkt. Die Erlöse der Show flossen in die Deutsche Kinderturnstiftung, die der DTB und die Deutsche Turnerjugend unlängst zur Förderung von Bewegung für Kinder gegründet haben.

Abgerundet wurde die EnBW Turn-WM™ 2007 durch zahlreiche Zusatzveranstaltungen, die der schwäbische Veranstaltungs-Profi Robert Baur mit seinem Team rund um das Turnen auf die Beine stellte: vom International Gym Symposium zur Weiterentwicklung des Turnens, zu dem auch IOC-Vizepräsident Dr. Thomas Bach seinen Beitrag leistete, bis hin zu Jugendcamps und Turn-Wettkämpfen der Deutschen Schulsportstiftung „Jugend trainiert für Olympia“.

Auch der Internationale Turnverband FIG zieht auf seiner Internetseite ein positives Fazit zur EnBW Turn-WM™ 2007 in Stuttgart: „Stuttgart had aimed at organising the best World Championships in the history of gymnastics. Mission accomplished 100%! A victory that will crown the history of the FIG, the history of Stuttgart and the history of Artistic Gymnastics for generations to come. These 40th World Championships would never have had such an impact if Germany hadn't procured such an inspiring champion, the solid and unshakable Fabian Hambuechen. He delighted his fans in pure triumph on planet gym! .... Congratulations to the organisers of the very last large-scale international event prior to the 2008 Olympic Games in Beijing.”
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