EUROPAMEISTERSCHAFTEN

«Vize-König» Andreas Toba glänzt in Basel
25. April 2021

Andreas Toba ist Vize-Europameister am Königsgerät Reck! Am Sonntag gewann der 30-Jährige bei den Titelkämpfen im schweizerischen Basel sein erstes europäisches Edelmetall. Als erster in der Startreihenfolge legte er 13,833 Punkten (D:6,2) vor und musste im weiteren Verlauf des Finales der besten acht Turner nur den Russen David Belyavskiy von der KTV Straubenhardt vorbeiziehen lassen - der am Ende mit 14,066 Punkten (D:5,6) Europameister wurde. Dass ohne seinen kleinen Fehler beim Adler vielleicht sogar der Sprung auf das oberste Treppchen möglich gewesen wäre, Toba war’s an diesem Tag egal. «Es ist der Hammer, bei meinem ersten Gerätfinale bei einer EM gewinne ich Silber. Ich bin total stolz und freue mich tierisch», jubelte er. Mit einer Sonntagsübung in der Qualifikation am Donnerstag hatte er sogar drei Zehntelpunkte mehr als der neue Europameister im heutigen Finale abgeliefert und war als Spitzenreiter in den Endkampf eingezogen. Dritter am Königsgerät wurde der Türke Adem Asil mit 13,766 Punkten (D:5,9).

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Dauser bricht den Bann am Barren von Basel
25. April 2021

Lukas Dauser hat am Sonntag am Barren von Basel gleich zweifach einen Bann gebrochen. Mit einer überaus sauberen Übung holte der Neuzugang vom Bundesligisten Tus Vinnhorst die erste Medaille  für das deutsche Team bei den am Sonntag zu Ende gegangenen Europameisterschaften. Mit 15,166 Zählern (D:6,4) und einer tadellosen Übung verteidigte er im Finale die erhoffte EM-Medaille bis zum Schluss, musste allerdings seinen dritten Podestplatz am Ende mit dem punktgleichen Schweizer Christian Baumann vom Zweitligisten TV Schiltach VEGA TT teilen. Zum anderen vertrieb er wohl endgültig das WM-Gespenst von Stuttgart 2019, wo er in ebenso aussichtsreicher Position im Finale gescheitert war. «Jetzt mit einer Medaille nach Hause zu kommen, ist richtig geil. Das gibt mir noch mal richtig Schwung», freute sich Dauser. Bester Turner in der Holmengasse war der Türke Ferhat Arican mit 15,300 Punkten (D:6,6), der seinen Titel aus dem Heimspiel von Mersin 2020 verteidigte.

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EUROPAMEISTERSCHAFTEN

Petrounias schwingt sich auf zum fünften Titel
24. April 2021

So richtig glauben wollte es der Grieche Elefterios Petrounias erst, als er die Medaille tatsächlich in Händen hielt. In Basel war ihm aus dem Stand mit 15,366 Punkten (D:6,3) der fünfte EM-Titel seiner Karriere gelungen. «Der Herr der Ringe ist zurück», jubelte der Turnverband European Gymnastics auf seiner Website und selbst Griechenlands Premierminister Kyriakos Mitsotakis twitterte umgehend: «Es ist eine bedeutende Leistung für den griechischen Sport, von einem großen Sportler und Menschen. Glückwunsch Lefteris. Sie machen uns alle stolz!». Auf Rang zwei kämpfte sich Nikita Nagorny (15.033/D:6,1) vom Meister TG Saar, der Italiener Salvatore Maresca (14.900/D:6,2) komplettierte das Siegerpodium von Basel. Auf den Plätzen folgten der Armenier Artur Avetisyan, Weltmeister Ibrahim Colak (Türkei), der Ukrainer Igor Radivilov vom Bundesligisten SC Cottbus, Vinzenz Höck aus Österreich und Vahagn Davtyan (ebenfalls Armenien).

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EUROPAMEISTERSCHAFTEN

Aus der Traum: Seitz verpasst Holm und Medaille
24. April 2021

Elisabeth Seitz vom Meister MTV Stuttgart hat in Basel ihre Chance auf eine EM-Medaille ausgelassen. Die 27 Jahre alte deutsche Rekordmeisterin verpasste am Samstag im Finale am Stufenbarren beim Jägersalto den oberen Holm und landete bäuchlings auf der Matte. «Natürlich bin ich enttäuscht, ich war gut drauf und dann bin ich etwas zu weit weg gekommen und das wars dann», erklärte sie sichtlich geknickt. Für Seitz wäre es die dritte EM-Medaille nach 2011 und 2017 gewesen. In dem hochklassig besetzten Feld wurde sie stattdessen als eine von nur zwei gestürzten Turnerinnen mit 13,033 Punkten (D:6,0) bis auf Rang sieben durchgereicht. Lediglich die Portugiesin Filipa Martins, die sowohl nach ihrem «Martins» (F-Teil) als auch beim «Van Leeuwen» vom Gerät musste, blieb mit 11,333 Zählern (D:5,8) noch hinter der Lehramtsstudentin aus Stuttgart zurück.

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Giulia Steingruber springt zum vierten EM-Titel
24. April 2021

Ihr Start stand lange auf der Kippe. Wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel hatte sie am Freitag noch auf die Teilnahme am Mehrkampf-Finale verzichtet, wollte ihre lädierte Muskulatur für die Einzelgerätefinals schonen. Mit Erfolg: Giulia Steingruber gewann trotz eines riesigen Tapes mit 14,824 (D:5,8/5,4) Punkten den ersehnten ersten Titel für das Gastgeberland Schweiz. «"Ich habe mich voll auf meinen Körper verlassen und ihm vertraut, dass er die Bewegungen kennt», sagte sie nach dem Wettkampf. Für Steingruber selbst war es bereits der vierte EM-Titel am Sprung nach 2013, 2014 und 2016. Insgesamt besitzt sie nun sechs europäische Goldmedaillen. Zuvor waren ihr sowohl der Chusovitina im ersten als auch der Yurchenko mit Doppelschraube im zweiten Sprung annähernd perfekt gelungen. Die 27-jährige Ostschweizerin siegte damit überlegen vor der Britin Jessica Gadirova und Angelina Melnikova aus Russland, die beide in der Qualifikation noch knapp vor Steingruber gelegen hatten. 

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Davtyan schreibt armenische EM-Geschichte fort
24. April 2021

Durchkommen lautete das Erfolgsrezept im Finale am Pauschenpferd der EM von Basel. Am besten gelang das Artur Davtyan vom Drittligisten der KTV Obere Lahn, der in einem Kopf an Kopf Rennen mit Nikita Nagorny die Oberhand behielt. Mit 14,266 Punkten (D:5,8) gewann der Armenier das Herzschlagfinale gegen den punktgleichen russischen Superstar (D:6,1) vom Meister TG Saar. Ausschlaggebend war am Ende die bessere Ausführung von Davtyan, der damit für den zweiten Titel in der EM-Geschichte Armeniens sorgte. Während Nagorny seine dritte EM-Medaille mit einem frustrierten Schulterzucken quittierte, freute sich der Brite Joe Fraser (14,066/D: 5,9) sichtlich über das europäische Edelmetall. «Ich würde mich selbst nicht gerade als Spezialisten am Pauschenpferd bezeichnen. Daher war das Erreichen des Finales etwas, worüber ich ziemlich happy war. Ich habe daher keinerlei Erwartungen an dieses Finale gestellt. Aber ich bin natürlich jetzt mehr als glücklich, dass ich mit einer Bronzemedaille nach Hause fahren kann», sagte der 22-Jährige aus Birmingham.

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Dreifachsalto sichert Nagornys ersten Einzeltitel
24. April 2021

Nikita Nagorny vom Meister TG Saar hat bei den Europameisterschaften in Basel das Finale am Boden gewonnen. Der 24 Jahre alte Russe zeigte wie schon in der Qualifikation erfolgreich einen Dreifachsalto und lag am Ende mit 15,166 Punkten an der Spitze der Konkurrenz. Mit seinem Schwierigkeitsgrad von 6,8 lag er auch acht Zehntelpunkte vor dem zweitplatzierten Benjamin Gischard vom Bundesligisten StTV Singen. Der Schweizer kam mit den wenigsten Abzügen im Bodenfinale auf 14,966 Zähler und strich Silber ein. Der Italiener Nicola Bartolini stach nicht nur durch seine Tattoos hervor, sondern auch durch seine spektakuläre Übung (14,666/D:5,8), mit der er sich Bronze sicherte und den Türken Ahmet Önder vom Siegerländer KV auf Rang vier verwies. Auf den Plätzen folgten Yahor Sharamkou (Weißrussland), Adem Asil (Türkei), Dimitar Dimitrov (Bulgarien) und der Russe Kirill Prokokev (13,466/D:6,1), der das Feld nach der Qualifikation noch angeführt hatte.

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EUROPAMEISTERSCHAFTEN

Dauser und Remuta lassen im Finale Federn
23. April 2021

Die beiden deutschen Mehrkämpfer Lukas Dauser und Felix Remuta haben im Finale der Männer der EM in Basel am Freitag Federn lassen müssen. Lukas Dauser vom TuS Vinnhorst stürzte sowohl am Barren als auch am Reck und musste sich am Ende mit 78,065 Punkten und einem enttäuschenden  17. Rang begnügen. Felix Remuta von der TG  Saar erging es nicht viel besser. Ein Patzer am Reck und  am Pauschenpferd sowie 75,015 Zähler und Platz 22 in der Endabrechnung waren für den 23-Jährigen ebenfalls nur wenig zufriedenstellend. «Felix hat gut angefangen und dann nach dem Sturz am Reck etwas den Faden verloren. Das kann passieren beim ersten großen internationalen Finale», räumte Cheftrainer Valeri Belenki ein. Doch auch der erfahrenen Dauser war in der St. Jakobshalle an diesem Tag vor sich hingeholpert: «Lukas hatte beim Sprung Probleme mit dem Anlauf und keinen so guten Wettkampf heute erwischt», erklärte Belenki. Sein Blick jedoch war bereits wieder nach vorne gerichtet: «Für ihn ist jetzt wichtig, sich auf Sonntag und das Barrenfinale zu konzentrieren», sagte der frühere Olympiasieger.

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