BUNDESLIGA | MÄNNER
Begegnungen um Platz fünf bis acht abgesagt

In der Bundesliga der Männer werden die Plätze fünf bis acht in dieser Saison nicht ausgeturnt. Die Partien SC Cottbus gegen StTV Singen und Eintracht Frankfurt gegen TuS Vinnhorst am 21. November wurden im gegenseitigen Einvernehmen der jeweils beteiligten Clubs abgesagt. Zur Anwendung kam dabei ein Beschluss der Abteilungsleitung Männer, der es den Vereinen ermöglichte, bei einer Einigung auf eine Austragung der jeweiligen Begegnung zu verzichten. Diese werden gemäß der Bestimmung nun alle mit 0:0 gewertet. Axel Leitenmair vom StTV Singen überlegte daher auch nicht lange, ob der Club noch den Weg zu dem Duell im tiefen Osten der Republik antreten sollte. «Es machte schon aus gesundheitlichen Gründen keinen Sinn mehr, an dieser Begegnung festzuhalten. Weil in diesen Zeiten in ganz Deutschland herumzureisen, ist alle Beteiligten alles andere als ungefährlich», sagte der Coach der Badener.

Die Einigung mit dem Gegner aus der Lausitz erfolgte daher schnell. «Die Bereitschaft der Sportler für den Wettkampf wäre zwar auf jeden Fall da gewesen, aber die aktuellen Umstände bei uns in Cottbus und bei unserem Gegner in Singen lassen das derzeit einfach nicht zu», sagte Lukas Gallay vom Rekordmeister. Auch bei Eintracht Frankfurt entschied man sich schnell dafür, auf die zusätzliche Begegnung im November zu verzichten. «Hauptgrund ist und war, dass wir wieder einen vierwöchigen Trainingsstopp haben. Daher konnten unsere Jungs auch nicht trainieren. Und vier Wochen vor einem Wettkampf kein Training zu machen, das ist gegenüber den Sportlern einfach nicht tragbar», sagte Frankfurts Ligaverantwortlicher Michael Schmidt. Bei Steffen Rüter vom Gegner TuS Vinnhorst fand Schmidt großes Verständnis. Der Teammanager diskutierte mit seinen Turnen und gelangte zum gleichen Ergebnis. «Auch wenn unsere Turner insbesondere nach der Absage der deutschen Meisterschaften heiß darauf waren, noch einen weiteren Wettkampf zu turnen, so sind sie doch verantwortungsvoll genug, zu verstehen, dass es in der jetzigen Zeit keinen Sinn mehr macht. Zumal die Begegnung keinen großen sportlichen Wert mehr hatte. Und das beste Hygienekonzept kann es nicht hergeben, dass doch noch eine kleine Ansteckungsgefahr besteht. Daher war es durchaus sinnvoller, den Wettkampf nicht stattfinden zu lassen», sagte Rüter.

10. November 2020
von Nils B. Bohl

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