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Bundesliga-Aus: Eintracht stutzt Adlerriege die Flügel

Bundesligist Eintracht Frankfurt steht vor dem Rückzug aus der Deutschen Turnliga. Der hessische Großverein, dessen «Adlerriege» 2024 noch im Kampf um Platz drei im DTL-Finale stand, kann sein Männerteam aufgrund veränderter Rahmenbedingungen nicht mehr über das Saisonende hinaus fortführen. Nach dem Vorstandswechsel im vergangenen Jahr ist die Finanzierung des Bundesligateams der SGE nicht mehr länger gesichert. «Die alte Turnabteilung, nicht zuletzt meine Person, haben in diversen Gesprächen versucht, unserem neuen Sportvorstand den Turnsport in seiner reinsten Form als Spitzensport attraktiv zu machen. Leider ohne den erhofften Erfolg», erklärte der Frankfurter Ligaverantwortliche* Michael Schmidt. Auch das Fehlen einer Nachwuchsmannschaft spielte eine Rolle: Bereits seit einigen Jahren konnte die Eintracht keine Nachwuchsbundesliga mehr bestreiten, obwohl die Riege seit 2017 durchgängig in der Bundesliga vertreten war.

Für die laufende Saison soll das Männerteam dennoch geschlossen antreten. «Der Hunger nach turnerischen Höchstleistungen und der Kampfgeist sind ungebrochen und der Wunsch, den Finaleinzug zu schaffen, bleibt unbezwungen», betonte Schmidt. Die verbleibenden vier Wettkämpfe würden daher als «Abschlusssaison» bestritten. Wunsch des Vereins ist ein geschlossener Übergang der Mannschaft in eine neue Struktur. «Schöner wäre es nur noch, wenn wir die Mannschaft mit Sponsoren erhalten könnten, das Produkt TOP4-Finalisten hat den Praxistest bestanden», erklärte der Abteilungsleiter. 

Segelt in den verbleibenden Monaten auf den sportlichen Sonnenuntergang zu: die Erfolgsriege von Eintracht Frankfurt um Michael Schmidt (Fünfter von links).
Künftig soll die Eintracht nur noch in der Turn-Bundesliga der Frauen vertreten sein

Bereits Anfang Mai dieses Jahres hatte die Eintracht den Rückzug aus der 1. Bundesliga der Rhythmischen Sportgymnastik erklärt. Der Vorjahres-Dritte hatte dort mit großem Bedauern «interne Gründen» geltend gemacht. Die Bundesliga der Frauen ist von der Entscheidung nicht betroffen und bleibt weiterhin Teil der Deutschen Turnliga.

Ihre nächsten Wettkämpfe bestreitet der Tabellendritte aus Frankfurt nun gegen die beiden Rekordmeister der Liga. Zunächst geht es am 6. September zum SC Cottbus in die Lausitz, dann hat die Eintracht am 8. November in der Wolfgang-Steubinghalle im Riederwald den Titelfavoriten KTV Straubenhardt zu Gast.


*In in einer ersten Version wurde Michael Schmidt als Abteilungsleiter tituliert. Dies war nicht korrekt. Michael Schmidt ist in seiner Funktion Ligaverantwortlicher und damit auch Ansprechpartner der Deutschen Turnliga.

26. August 2025
von Nils B. Bohl

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