KOMMENTAR
Dominanz und Aufbruch
Ein Kommentar von Nils B. Bohl
In den Finalwettkämpfen deutete sie mit ihrer Bronzemedaille an, wie viel Potenzial in ihr steckt. Und auch, dass die deutsche RSG nicht allein auf einer Ausnahmeathletin ruhen muss. In dieser Perspektive gewinnt Rio eine zweite Dimension: Es war nicht nur eine Weltmeisterschaft, es war ein Prolog. Ein Jahr vor Frankfurt, wo die Heim-WM 2026 die Festhalle zur Arena der Weltelite machen wird, haben Varfolomeev und Simakova die Rollen verteilt. Die eine als souveräne Königin, die andere als selbstbewusste Herausforderin im eigenen Team. Frankfurt wird von beiden Gesichter tragen – und von der Erwartung, dass dieses deutsche Doppel mehr ist als eine Episode.
Rio hat gezeigt, wie stabil Varfolomeev längst ist und wie ernst Simakova genommen werden muss. Frankfurt wird im kommenden Jahr zeigen, ob aus dieser Konstellation ein Kapitel entsteht, das den vermeintlichen Nischensport hierzulande nachhaltig verändern kann.