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Drei Monate Pause: Neuer Rückschlag für Toba

Das Pech ereilte Andreas Toba vom Vorjahresfinalisten TV Wetzgau gleich beim ersten Post-Corona Trainingslager in Kienbaum: Der 29 Jahre alte Hero von Rio 2016 knickte nach einer Dreifachschraube um, das Syndesmosebandes im rechten Sprunggelenk quittierte seinen Dienst. «Es ärgert mich extrem, dass ich mir erneut eine nicht ganz unkomplizierte Verletzung zugezogen haben», sagte Toba. Negative Gedanken wollte der Hannoveraner jedoch gar nicht erst aufkommen lassen. Denn nüchtern betrachtet habe er sich die Verletzung noch zu einem günstigen Zeitpunkt zugezogen. «Sicherlich habe ich noch Glück im Unglück, dass die Olympischen Spiele verschoben wurden. Aber einen guten Zeitpunkt für eine Verletzung gibt es ja sowieso nie», fand er.

Andreas Toba vom TV Wetzgau kennt sich spätestens seit den Olympischen Spielen 2016 mit Verletzungssorgen aus.

Als neues Ziel sieht Toba nun die Teilnahme an der verschobenen Europameisterschaft vom 9. bis 13. Dezember in Baku in Aserbaidschan. Ein Start bei den deutschen Meisterschaften im November ist dagegen wohl ebenso fraglich wie ein Start für den TV Wetzgau in den ersten Bundesligapartien im Oktober und November.

Der fünffache deutsche Meister Andreas Toba (Reck, 2x Ringe, Mehrkampf und Team) ist Sohn des früheren rumänisch-deutschen Turners Marius Toba und und hat im Laufe seiner Karriere gelernt, mit Verletzungen umzugehen. Den Spitznamen «Hero de Janeiro» bekam der Niedersachse, weil er bei den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro mit der höchsten Wertung des deutschen Teams am Pauschenpferd noch die Qualifikation für das Finale sicherstellte, obwohl er sich zuvor bei seiner Bodenübung nach der ersten Bahn einen Kreuzbandriss zugezogen hatte.

17. Juli 2020
von Nils B. Bohl
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