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KRK-Coach Bachmayer nimmt RSG-Score als Inspiration

Knapp gescheitert am Einzug ins große Finale, geht es für die TG Karlsruhe-Söllingen am Samstag gegen den TSV 1861 Tittmoning um Rang drei. Das Duell um Bronze wird in diesem Jahr wie auch das große Finale im Scoresystem ausgeturnt. In Karlsruhe ist man gespannt, wie sich das eigene Team im direkten Duell behaupten wird. «Ich bin voller Vorfreude. Ich habe mir das Finale der Rhythmischen Sportgymnastik angeschaut und ich muss sagen, ich war sehr angetan. Das haben sie richtig schön gemacht», findet Bachmayer. Die richtige Taktik im Wettkampf will sie aber dennoch dem erfahrenen Julius Riedl überlassen. «Ich habe dafür gesorgt, dass alle fit sind. Den Rest übergebe ich vertrauensvoll in seine Hände. Denn er verfügt über jahrelange Erfahrung mit dem Scoresystem und hat sich auch im Vorfeld mit allem beschäftigt, was man da eben so machen muss, um bestehen zu können», erklärt sie.

Karlsruhes Cheftrainerin hofft, dass die Kräfte noch bis zum Samstagabend reichen werden. «Wir sind aber ehrlich gesagt einfach froh, wenn die Saison danach vorbei ist. Es ist eine lange Saison gewesen mit vielen Wettkämpfen», sagt Bachmayer, die mit Anna-Lena König auch international unterwegs war. Dennoch hätten sich alle noch einmal in der Vorbereitung für den Kampf um Platz drei mächtig ins Zeug gelegt. «Wir werden vielleicht nicht die sichersten Übungen abliefern, aber alle, die können, werden wir einsetzen», verrät sie. WM-Starterin Anna-Lena König wird zum Beispiel eine komplett neue Übung am Stufenbarren zeigen, EM-Starterin Chiara Moiszi turnt nach einer Bänderverletzung wieder zwei Geräte. «Wenn wir nur zu 100 Prozent auf gewinnen aus wären, müssten wir uns vielleicht ein wenig anders aufstellen», erklärt Bachmayer.

Als zusätzliche Unterstützung haben die Karlsruherinnen im kleinen Finale die Britin Mabelle Dawson mit an Bord. Die 15 Jahre alte Juniorin aus Telford wird voraussichtlich am Boden und am Schwebebalken turnen. «Ich wollte uns einfach ein bisschen absichern, weil doch alle ein wenig platt sind. Man weiß nie, was passiert. Außerdem ist die ein oder andere unserer Turnerinnen noch ein wenig angeschlagen, was Erkältungen angeht», gab Karlsruhes Chef-Coach zu Protokoll.

02. Dezember 2022
Nils B. Bohl | yds

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