Lob und Tadel für DM-Pläne des DTB

Präsident Jens-Uwe Kunze hat am Donnerstag zur geplanten Terminierung der deutschen Einzel-Meisterschaften am 7. und 8. November 2020 in Düsseldorf Stellung bezogen. «Wir freuen uns sehr, dass die deutschen Einzel-Meisterschaften nun offenbar in greifbare Nähe gerückt sind. Das Fehlen dieses Termins hatte uns in der Planung unserer Ligatermine doch erheblich eingeschränkt», sagte der Berliner. Für die mangelnde Einbindung der DTL in den bisherigen Terminfindungsprozess fand Kunze jedoch auch Kritik. «Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass der Termin seitens des Deutschen Turner-Bunds früher und besser abgestimmt worden wäre», betonte er. Sollte die Terminierung so bestehen bleiben, droht dem Bundesligawettkampf der Frauen in Dresden das Aus.

Die Deutsche Presse-Agentur hatte am Mittwoch berichtet, dass der Termin für die im Juni ausgefallenen deutschen Turn-Meisterschaften nun am 7. und 8. November in Düsseldorf stattfinden sollen. «Wir sind mit der Staatskanzlei im Gespräch. Es läuft auf diesen Termin hinaus, aber die Tinte ist noch nicht trocken», sagte DTB-Sportdirektor Wolfgang Willam am Mittwoch der dpa. 

Zu einer Doppelbelastung führt das DTB-Wochenende auch für die Rhythmische Sportgymnastik. Deren Termin wird durch die neuen Termine zwar nicht direkt betroffen. Die Gymnastinnen sollen nach dem neuen Plan allerdings ihre Titelträgerinnen im Rahmen der Finals von Düsseldorf an den beiden Tagen direkt vor dem Bundesliga-Wochenende in Bielefeld küren. «Unsere Gymnastinnen brennen so für die Bundesliga, dass wir auch diese Herausforderung stemmen werden», ist DTL-Abteilungsleiterin Birgit Beiße überzeugt. Auch der DTL-Präsident will möglich machen, was möglich zu machen ist. «Wir sind natürlich bemüht, Lösungen zu finden, um den Athleten eine Teilnahme an allen Meisterschaften zu ermöglichen», versprach Kunze.

Darüberhinaus berichtete er auch, dass das Präsidium der DTL auf seiner Sitzung am Mittwoch beschlossen habe, Ausrichtern, die Wettkämpfe ohne Zuschauer oder mit erheblichen Aufwendungen für die Umsetzungen des DTL-Hygienekonzeptes zu leiden hätten, finanziell entgegenkommen werde.

26. Juni 2020
Nils B. Bohl | update 18.28 Uhr

Zurück