INTERNATIONALE TURNIERE
Turnier der Meister bleibt auf dem Radar

Die Turnerinnen und Turner der deutschen Turnliga dürfen weiterhin auf das Turnier der Meister hoffen. Das internationale Traditionsturnier in Cottbus bleibt weiter auf die letzte Woche im November terminiert. Ob und wie viele Fans dann in die Lausitzarena strömen dürfen, ist offen. «Der Termin ist erst einmal geblockt. Aber auch danach sind wir sehr flexibel, was uns gegenüber anderen Großveranstaltungen durchaus auszeichnet», sagte Turnierdirektor Mirko Wohlfahrt dem DTL-Newskanal.

Mirko Wohlfahrt
Mirko Wohlfahrt

Die Lausitzer möchten den Athleten eine Plattform bieten, in diesem Jahr noch einmal internationale Wettkämpfe zu machen. «Aber es muss erstens inhaltlich und zweitens natürlich auch wirtschaftlich einen Sinn machen. Wenn keiner am Turnier der Meister teilnehmen kann, wäre das natürlich schlecht. Ein Fußballspiel ohne Fußballer funktioniert ja schließlich auch nicht», sagte der frühere Spitzenturner.

Auf eine offizielle Ausschreibung haben die Lausitzer in Absprache mit dem Deutschen Turner-Bund (DTB) bislang verzichtet. «Unter anderem, weil wir die Organisationen verschobener Events, wie zum Beispiel die Europameisterschaften in Baku und Paris, nicht konterkarieren wollen. Wir warten daher erst einmal auf Ende April, ob, wann, wo und wie die EMs stattfinden werden», erklärte Wohlfahrt. Nach seiner Ansicht wäre es unklug, bereits in die heiße Planungsphase einzutreten, bevor diese und weitere Termine geklärt sind. Auch der Internationale Turnverband (FIG) werde ja noch einen neuen Wettkampfplan veröffentlichen und dafür eventuell ebenfalls noch Ausrichter suchen.

«Wir stehen Gewehr bei Fuß und sind zu jedem sinnhaften Aufwand bereit», stellte der 50-Jährige klar und unterstrich gleichzeitig noch einmal die vorherige Prüfung der terminlichen Zweckhaftigkeit einer solchen Großveranstaltung: «Wir müssen bei aller Motivation, die wir in der Lausitz nach wie vor haben, immer auch die gesamtgesellschaftliche Lage auf dieser Welt sehr stark im Fokus behalten. Und wir werden uns nicht über die damit zusammenhängenden Erfordernisse stellen», betonte er.

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