Bundesliga | MÄNNER
Wetzgau will wieder nach vorne schauen

Mit der Tatsache, dass der TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau nach der Tabellenführung im vorletzten Wettkampftag nunmehr am 3. Dezember in der ratiopharm Arena von Ulm/Neu-Ulm lediglich das kleine Finale bespielt, hat Paul Schneider kein Problem. «Ich bin nicht enttäuscht. So ist der Sport eben. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat auch verloren. So ist das nun einmal», sagte er am Donnerstagabend. «Nach der Niederlage in Hannover habe ich gesagt, die waren heute besser. Wenn man die Leistung von den anderen anerkennt, dann muss man damit leben», findet er. Auch den Streit mit der KTV Straubenhardt um die Coronatests lässt er als Entschuldigung nicht zu. «Das darf keine Rolle spielen. Man muss immer die Fähigkeit besitzen, so etwas abzuhaken. Zu sagen, das war es. Man muss sich sagen können, schau nach vorne. Und das werden wir tun», erklärte er.

Mit «Wut im Bauch» will Schneider sein Team allerdings nicht turnen sehen. «Wir sollten aber mit dem starken Willen in den Wettkampf gehen, gut zu sein», formuliert er es positiver. Nicht ohne Grund, zumal sich der Wetzgauer Kader pünktlich zum Finale um Platz drei wieder in bestem Zustand präsentiert. «Alle Mann sind an Bord und alle Verletzungen auskuriert», bestätigt das Wetzgauer Urgestein. «Die Turner werden den Wettkampf turnen und dann soll der sportlich Bessere den Wettkampf für sich entscheiden», findet er.

Den Ausschlag für oder gegen seine Mannschaft fällt nach Ansicht Schneiders mit den Leistungen in der zweiten oder dritten Reihe. «Die Entscheidung fällt mit Sicherheit in diesen Übungen. Eventuell spielt auch der vierte Mann eine Rolle. Es wird schon spannend werden», erwartet er. Leichter als im großen Finale werde die Aufgabe gegen Straubenhardt nicht, Schneiders Matchplan ist daher klar: «Wir turnen schwierig, aber sicher. Wir werden unsere Übungen jetzt nicht deswegen reduzieren, weil wir im kleinen Finale sind», betont er und setzt vor allem auf den Teamgeist seiner Riege. «Unsere Stärke ist die Mannschaftsleistung, nicht das einzelne Gerät. Es ist das Team», betont Schneider. Und das habe bekannterweise nicht zuletzt deswegen viele Anhänger. Die könnten im kleinen Finale unter Umständen zum Zünglein an der Wage werden. «Und wir werden ein Haufen Fans mitbringen. Sehr viele Fans», verspricht er.

01. Dezember 2022
von Nils B. Bohl

Zurück